Electra-Airways-Flug aus Köln Boeing mit Reifenschaden in Israel notgelandet

Höchste Alarmstufe am Flughafen Ben Gurion: Wegen eines geplatzten Reifens musste eine Boeing 737-400 aus Köln in Israel notlanden. 152 Menschen waren an Bord des Flugzeugs der bulgarischen Electra Airways.

Flughafen Ben Gurion (Symbolfoto)
Getty Images/ EyeEm

Flughafen Ben Gurion (Symbolfoto)


Aufatmen nach einer schwierigen Mission: Eine Boeing 737-400 aus Köln ist trotz eines beschädigten Reifens sicher am Flughafen Ben Gurion bei Tel Aviv gelandet. Dies bestätigte am Montag der israelische Rettungsdienst.

Ein linker, hinterer Reifen des Fliegers der bulgarischen Fluglinie Electra Airways war Angaben des Flughafens zufolge beschädigt gewesen. Dies war beim Start am Vormittag passiert, teilte der Flughafen Köln/Bonn mit.

Der Schaden hätte zu massiven Problemen beim Aufsetzen auf der Landebahn führen können. Da sich die Tanks in der Nähe der Reifen befinden, hätte die Gefahr einer Explosion bestanden, schreibt die "Jerusalem Post".

Das Flugzeug hatte darum laut der "Times of Israel" vor der Notlandung einige Runden über dem Flughafen gedreht, um Kerosin loszuwerden. Aufgefallen war das Problem mit dem Reifen, weil das Personal am Kölner Flughafen Reifenteile auf der Startbahn entdeckt hatte.

Wegen der erwarteten Notlandung war der Flughafen in Alarmstufe 3 versetzt worden, das ist die höchste Alarmbereitschaft, die es gibt. Nach israelischen Medienberichten befanden sich mehr als 100 Rettungsfahrzeuge am Flughafen. Flugzeuge der israelischen Luftwaffe hatten die Boeing nach Armee-Angaben in der Luft in Empfang genommen und es von außen inspiziert.

"Überragende Vorbereitung"

Für die 152 Menschen an Bord muss es eine furchteinflößende Situation gewesen sein. Sie werden nun von Helfern betreut, manche wurden wegen Angstzuständen behandelt.

Feuerwehrleute begutachten unterdessen die Maschine. Es komme regelmäßig vor, dass ein Flugzeug mit einem geplatzten Reifen landen müsse, sagt Luftfahrtexperte Niri Yarkoni dem Sender "Channel 12". Der Flughafen habe mit größter Sorgfalt gehandelt. Premierminister Benjamin Netanyahu lobte alle Rettungskräfte für ihre "überragende Vorbereitung" und beglückwünschte sie zu der Aktion.

Zeitweise hatte der Ben Gurion Airport alle Starts und Landungen gestoppt. Die große Start- und Landebahn des Airports Köln/Bonn habe für eine Stunde nicht zur Verfügung gestanden. Der Flugverkehr sei aber nicht beeinträchtigt gewesen.

jus/dpa

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