Von Lawine verschüttet Leichen der in Kanada vermissten Bergsteiger gefunden

Das letzte Lebenszeichen lag schon Tage zurück: Die Weltklasse-Bergsteiger David Lama, Hansjörg Auer und Jess Roskelley wurden in Kanada vermutlich von einer Lawine verschüttet. Die Behörden fanden nun ihre Leichen.

Banff-National-Park in Kanada
Andy Clark/ Reuters

Banff-National-Park in Kanada


Die kanadischen Behörden gingen bereits seit Tagen nicht mehr von ihrem Überleben aus. Nun sind die drei Leichen der verunglückten Bergsteiger Hansjörg Auer, David Lama und Jess Roskelley gefunden worden. Das teilte die Nationalparkverwaltung mit und übermittelte den Angehörigen ihr Beileid.

Die beiden Österreicher David Lama (28) und Hansjörg Auer (35) sowie der US-Amerikaner Jess Roskelley (36) galten seit Dienstag als vermisst. Sie wollten einen Berg im Banff-Nationalpark in der Provinz Alberta besteigen. Die Route galt als sehr schwierig.

Nach der Vermisstenmeldung suchten die Rettungskräfte das Gebiet aus der Luft ab. Der Rettungseinsatz musste zwischenzeitlich wegen schlechten Wetters und der Gefahr weiterer Lawinenabgänge unterbrochen werden.

Familie verabschiedete sich

Roskelleys Vater sagte der US-Zeitung "Spokesman-Review" bereits zwei Tage nach der Vermisstenmeldung, er gehe vom Tod seines Sohnes aus. "Die Route, die er gehen wollte, wurde zum ersten Mal im Jahr 2000 bewältigt", sagte John Roskelley, der früher selbst als einer der besten US-Bergsteiger galt. "Es ist eine dieser Routen, bei der die Bedingungen perfekt sein müssen, sonst wird es zum Albtraum. Genau das ist passiert."

Die Familie von David Lama hatte sich am Freitag öffentlich von ihm verabschiedet. "David lebte für die Berge, und seine Leidenschaft für das Klettern und Bergsteigen hat uns als Familie geprägt und begleitet", schrieben Claudia und Rinzi Lama auf der Internetseite des vermissten Österreichers. "Er folgte stets seinem Weg und lebte seinen Traum. Das nun Geschehene werden wir als Teil davon akzeptieren."

mho/AFP



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