Karneval in Rio Rambazamba olé

Der Karneval in Rio de Janeiro ist eröffnet: Tausende Brasilianer tanzen durch die Metropole - trotz der jüngsten Gewaltwelle. 30.000 Polizisten sollen für Sicherheit sorgen, nachdem in der vergangenen Woche mehr als ein Dutzend Menschen getötet wurden.


Rio de Janeiro - Unter hohen Sicherheitsvorkehrungen wurde der Karneval in Rio de Janeiro eingeläutet. Zum Auftakt der mehrtägigen Faschingsfeiern überreichte Bürgermeister Cesar Maia dem Samba-König Momo und seinen schillernden Gefährtinnen in einer symbolischen Zeremonie einen riesigen, goldenen Schlüssel. Überall in der Stadt tanzen die Menschen zu Sambaklängen und trotzen damit der jüngsten Welle der Gewalt in der Metropole am Zuckerhut. Die Behörden rechnen mit bis zu 70.000 Besuchern.

"Die Stadt hat ihre Probleme, aber nun sind wir voller Hoffnung und begrüßen alle Menschen, die für die größte Karnevalsparty der Welt zu uns gekommen sind", rief Bürgermeister Maia der jubelnden Menschenmenge zu. Höhepunkte der Feiern sind wie jedes Jahr die farbenprächtigen Umzüge der Samba-Schulen, die weltweit im Fernsehen übertragen werden. Für sie wurde extra das Sambadrom, ein riesiges Stadion, gebaut.

Die Bandenkriminalität in Rio de Janeiro hatte zuletzt immer brutalere Züge angenommen. Allein in der vergangenen Woche waren bei Überfällen und Zusammenstößen mindestens 15 Menschen getötet worden. Für die Sicherheit der Karnevalisten sollen rund 30.000 Polizisten sorgen.

jjc/Reuters/AP



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