Kenia Heimat von Obamas Oma hofft auf Touristen

Kogelo in Kenia war ein Dorf wie Tausende andere - bis Barack Obama US-Präsidentschaftskandidat wurde. Weil seine Großmutter hier wohnt, wurde der Ort weltweit bekannt. Jetzt hoffen Einheimische, dass Obamas Wahlsieg den Tourismus ankurbelt.


Kioske verkaufen Schmuck und T-Shirts mit Obama-Motiven, Hotels, Boutiquen und Friseursalons ändern ihren Namen, um auf den berühmten Enkel einer Dorfbewohnerin zu verweisen. Sogar die lokale Biermarke "Senator" heißt in Kogelo und Umgebung inzwischen umgangssprachlich nur noch "Obama", wie die britische Zeitung "Financial Times" berichtet.

Auch wenn die Safaritouristen weit entfernt unterwegs sind, auch wenn bislang hauptsächlich Journalisten das Dorf im Westen von Kenia besuchen - Kogelo, die Heimatstadt von Sarah Obama, der Großmutter des Präsidentschaftskandidaten, hofft auf Touristenbesuche aus dem Ausland.

Sollte der prominente Enkel nächste Woche tatsächlich zum US-Präsidenten gewählt werden, könnte sich das Dorf als Touristenziel etablieren. Das hoffen zumindest Einheimische. Bislang verfügen dort die meisten Menschen weder über Elektrizität noch fließendes Wasser. Das Interesse an Tagesausflügen nach Kogelo nehme bereits zu, auch wenn die Buchungszahlen noch nicht angezogen hätten, sagte ein Tourveranstalter dem Blatt.

Im nahen Kisumu sind die Hotels zum Finale des US-Wahlkampfes gut gebucht, weil sich hier zahlreiche Journalisten niedergelassen haben. Das Medieninteresse dürfte auch Kogelo bald noch bekannter machen: Wenn am Wahltag die großen TV-Stationen Stimmungsbilder aus Kenia senden, werden Millionen Fernsehzuschauer weltweit Szenen aus Kogelo sehen.

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