Kerosinzuschlag Die Front der Reiseveranstalter bröckelt

Die massiven Proteste der Flugreisenden gegen den Kerosinzuschlag zeigen nach Darstellung der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen Wirkung: Der Marktführer TUI hat in jüngster Zeit vereinzelt auf den Treibstoffzuschlag verzichtet.


Teures Kerosin: Nicht alle Reiseveranstalter bestehen, so Verbraucherschützer, auf dem Zuschlag fürs Flugbenzin
AFP

Teures Kerosin: Nicht alle Reiseveranstalter bestehen, so Verbraucherschützer, auf dem Zuschlag fürs Flugbenzin

Düsseldorf - Frühbucher hatten mit Hilfe von Musterbriefen der Verbraucherzentrale dem Kerosinzuschlag für ihre bereits gebuchte Pauschalreise widersprochen. TUI verweise zwar darauf, dass der Zuschlag erforderlich und rechtlich durchs Kleingedruckte abgesichert sei, doch stehe die Zufriedenheit der Kunden an erster Stelle, hieß es.

"TUI scheint nun doch eine andere Gangart einzulegen", vermutet Beate Wagner, Reiserechts-Expertin der NRW-Verbraucherzentrale. Offenbar fürchteten die Veranstalter Rückzahlungsforderungen in Millionenhöhe. In Musterprozessen wollen die Verbraucherschützer gegebenenfalls die Unzulässigkeit bestimmter Klauseln im Kleingedruckten nachweisen.

Seit Mitte Januar erheben viele Reiseveranstalter wegen der stark gestiegenen Rohölpreise einen Kerosinzuschlag. Pro Fluggast werden - je nach Flugdauer - etwa 25 bis 70 Mark fällig.



© SPIEGEL ONLINE 2000
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.