Kieler Woche Was für ein Windjammer!

Rund drei Millionen Besucher, 4500 Sportler und 1500 Veranstaltungen: In Kiel wird eine Woche lang gesegelt, was das Tau hält. Doch noch vor Beginn wurde gleich einmal eine Yacht versenkt.


Kiel - Die 114. Kieler Woche hat am Abend in der schleswig-holsteinischen Landeshauptstadt begonnen. Bundeskanzlerin Angela Merkel gab mit einem Schiffshorn vor Tausenden Zuschauern das Startsignal für das Volksfest. Bis zum Sonntag kommender Woche werden rund um die Förde drei Millionen Besucher erwartet.

Wenige Stunden vor der offiziellen Eröffnung rammte ein Fördeschiff eine Segelyacht und versenkte sie. Verletzt wurde niemand. Wie die Wasserschutzpolizei mitteilte, ereignete sich der Zusammenstoß in Ufernähe nach dem Ablegen des Fördedampfers. Die drei Besatzungsmitglieder der zehn Meter langen Holzyacht seien unversehrt aus dem Wasser geborgen worden.

Das Programm sieht rund 1500 Veranstaltungen vor. Bei den Segelregatten gehen 4500 Sportler aus mehr als 50 Ländern an den Start. Der Höhepunkt der Kieler Woche findet aber erst in einer Woche statt, wenn die deutsche Marine den 50. Geburtstag ihres Schulschiffes "Gorch Fock" feiert. Der Dreimaster wird am Samstag nächster Woche die traditionelle Windjammerparade anführen.

Die Parade gehört für Kielerinnen und Kieler, aber auch für die Gäste aus nah und fern zu den Höhepunkten der größten Segelsportveranstaltung der Welt. Von 11 bis 13 Uhr 103 Traditionssegler und 17 Motorschiffe aus neun Nationen auf die Förde hinausfahren.

Die "Gorch Fock", das Segelschulschiff der Deutschen Marine, führt das Feld an. Mit ihren fast 90 Metern Länge und zwölf Metern Breite bietet sie ein imposantes Bild. Großsegler wie die in Kiel vom Stapel gelaufene Vier-Mast-Bark "Sedov" und die russische "Kruzenshtern", die einzigen noch fahrenden Frachtsegler, folgen mit Gruppen kleinerer Schiffe. Dampfschiffe und Begleitfahrzeuge, darunter der Kieler Tonnenleger "Bussard", beschließen das Feld.

dab/dpa



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