Ko Phi Phi in Thailand "The Beach" bis mindestens 2021 geschlossen

Tausende Touristen und Dutzende Boote am Tag haben die Korallenwelt vor der thailändischen Insel Ko Phi Phi zerstört. Der durch den Film "The Beach" berühmt gewordene Strand bleibt geschlossen, eine Ansiedlung der Tiere scheint aber erfolgreich.

Maya Bay auf Ko Phi Phi
Getty Images / iStockphoto

Maya Bay auf Ko Phi Phi


Der Traumstrand aus dem Hollywoodfilm "The Beach" auf einer thailändischen Insel soll noch mindestens zwei Jahre geschlossen bleiben. Dies kündigte der Meeresbiologe Thon Thamrongnawasawat, der sich um die Sanierung des Strandes kümmert, nach einer Sitzung der Behörden am Dienstag in Bangkok an.

Die thailändische Regierung hatte im Juni vergangenen Jahres wegen der Umweltschäden ein Besuchsverbot verhängt, das zunächst nur ein paar Monate dauern sollte, dann auf unbestimmte Zeit verlängert wurde.

Zuletzt waren am Strand Maya Bay auf der Insel Ko Phi Phi Leh täglich bis zu 7000 Besucher unterwegs. Die meisten kamen für eine Tagestour mit Booten vom Festland. Die längere Schließung soll der Natur - insbesondere den Korallen - helfen, sich vom Ansturm der vergangenen Jahre zu erholen.

Thamrongnawasawat sagte der Deutschen Presse-Agentur: "Die Sanierung braucht Zeit. Sie ist besonders schwierig, wenn die Korallen tot sind." Inzwischen seien aber schon mehr als 20.000 neue Korallen angesiedelt worden. 77 Prozent von Thailands Korallenriffen sind laut der Bangkoker Kasetsart-Universität schwer beschädigt. Vor zehn Jahren seien nur 30 Prozent der 238,4 Quadratkilometer großen Korallenwelt des Landes betroffen gewesen.

Danny Boyle brachte das Drama "The Beach" mit Leonardo DiCaprio im Jahr 2000 in die Kinos. Das Original mit weißem Sand, türkisblauem Wasser und Palmen wurde dann nach und nach regelrecht belagert. Viele Touristen stellten sich ins Wasser, um vor der Traumkulisse Selfies zu machen und brachen auch Korallen ab. Auch die Treibanker der zahlreichen Ausflugsboote beschädigten die Riffe. Plastikmüll schwamm herum. Zeitweise ankerten in der Bucht von Maya Bay Dutzende Boote.

Durch die Schließung entgehen den Behörden nach Schätzungen Einnahmen in Millionenhöhe. Zudem sind die Besitzer der Ausflugsboote erbost, die mit den Touristen seit vielen Jahren gutes Geld verdienten. Insgesamt kamen vergangenes Jahr mehr als 38 Millionen Urlauber nach Thailand.

abl/dpa



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