Kommunikation im Flughafen Frankfurt "Es herrscht keine Grundaggressivität"

Am Wochenende hat das Schneechaos auf dem Frankfurter Flughafen wütende Tumulte ausgelöst. Hunderte Passagiere mussten in schier endlosen Warteschlangen ausharren, es kam zu Handgreiflichkeiten. Was ist los in den Terminals? Vier Fragen, vier Antworten.

DPA

Am Frankfurter Flughafen kam es zu tumultartigen Szenen. Passagiere gingen aufeinander los. Lag es an der schlechten Informationspolitik?

Am Samstag eskalierte am Frankfurter Flughafen die Situation, als sich vor einem Gepäckschalter zwei Warteschlangen vermengten. "Einige Passagiere mussten sich leider vordrängeln, da deren Maschine startete. Sie hätten sie sonst verpasst", sagt Fraport-Sprecher Jürgen Harrer. Die Leute wurden bepöbelt, es kam zu Handgreiflichkeiten, einige randalierten. Die Polizei schritt ein.

An der Informationspolitik könne es nicht gelegen haben, so Harrer. Mehr als 500 sogenannte Service-Guides seien im Einsatz, um alle Passagiere mit Informationen zu versorgen. "Wir haben extra Angestellte aus dem Urlaub geholt, viele haben freiwillig ihre Schichten verlängert", sagt Harrer. Zudem stünden Mitarbeiter der Airlines für Fragen bereit.

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agnosie 20.12.2010
1. Hofberichterstattung, Teil I
Seit Tagen wundere ich mich über die Art der Berichterstattung über die Zustände am Frankfurter Flughafen. Ich selbst bin am Freitag, aus Santiago de Chile kommend, mit zwei Stunden Verspätung - angeblich wegen der Frankfurter Witterungsverhältnisse, die eine frühere Landung nicht ermöglichten, - in FRA eingetroffen, von wo ich nach FDH hätte weiterfliegen sollen. Erst beim Verlassen der Maschine (LAN) sah ich auf einem Ausdruck, den die nur spanisch sprechende Angestellte vor sich hin hielt, dass mein Flug anulliert worden war. Von der Lufthansa war im ganzen Terminal zwei niemand zu sehen, ja sogar die Bundespolizei, die den Passagieren, die getreulich der Beschilderung folgten, vor dem Ausgang zur Gepäckausgabe die Einreise ermöglichen sollte, war offensichtlich weder vom Flughafenbetreiber noch von der Fluglinie über die verspätete Ankunft vieler Maschinen informiert worden und hatte ihre Beamten, die für diesen Ausgang eigentlich zuständig sein sollten, bereits in den Feierabend geschickt! Die Passagiere mussten daher kehrtmachen und sich einen anderen Ausgang, der im Übrigen personell auch sehr schwach besetzt war (der vorgesehene und schneller abzufertigende Durchgang für EU-Bürger war nicht besetzt, wir mussten also auch bei den allgemeinen Schaltern durch, wo teilweise sehr zeitraubende Visaüberprüfungen den Betrieb sehr stark verzögerten) und durften dann feststellen, dass die ursprünglichen Angaben, wo sie ihr Gepäck finden würden, ebenfalls nicht zutrafen. Ende Teil I
agnosie 20.12.2010
2. Hofberichterstattung, Teil I
Seit Tagen wundere ich mich über die Art der Berichterstattung über die Zustände am Frankfurter Flughafen. Ich selbst bin am Freitag, aus Santiago de Chile kommend, mit zwei Stunden Verspätung - angeblich wegen der Frankfurter Witterungsverhältnisse, die eine frühere Landung nicht ermöglichten, - in FRA eingetroffen, von wo ich nach FDH hätte weiterfliegen sollen. Erst beim Verlassen der Maschine (LAN) sah ich auf einem Ausdruck, den die nur spanisch sprechende Angestellte vor sich hin hielt, dass mein Flug anulliert worden war. Von der Lufthansa war im ganzen Terminal zwei niemand zu sehen, ja sogar die Bundespolizei, die den Passagieren, die getreulich der Beschilderung folgten, vor dem Ausgang zur Gepäckausgabe die Einreise ermöglichen sollte, war offensichtlich weder vom Flughafenbetreiber noch von der Fluglinie über die verspätete Ankunft vieler Maschinen informiert worden und hatte ihre Beamten, die für diesen Ausgang eigentlich zuständig sein sollten, bereits in den Feierabend geschickt! Die Passagiere mussten daher kehrtmachen und sich einen anderen Ausgang, der im Übrigen personell auch sehr schwach besetzt war (der vorgesehene und schneller abzufertigende Durchgang für EU-Bürger war nicht besetzt, wir mussten also auch bei den allgemeinen Schaltern durch, wo teilweise sehr zeitraubende Visaüberprüfungen den Betrieb sehr stark verzögerten) und durften dann feststellen, dass die ursprünglichen Angaben, wo sie ihr Gepäck finden würden, ebenfalls nicht zutrafen. Ende Teil I
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