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Piloten-Krankmeldungen

Rund 8000 Air-Berlin-Kunden von Stornos betroffen

Rund 200 Piloten von Air Berlin haben sich krankgemeldet - und 8000 Passagiere sind nun von Flugausfällen betroffen. Verbraucherschützer raten zu Umbuchungen von stornierten Flügen.

dapd

Air-Berlin-Flugzeuge in Tegel (Archivbild)

Dienstag, 12.09.2017   14:13 Uhr

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Wegen vieler Krankmeldungen ihrer Piloten hat die Fluggesellschaft Air Berlin am Dienstag bereits hundert Flüge streichen müssen. Damit seien rund 8000 Passagiere betroffen, teilte die Airline mit. Air Berlin bat alle Passagiere, vor der Abfahrt zum Flughafen den Status ihres Fluges auf der Website der Fluggesellschaft zu prüfen. 200 der rund 1500 Piloten hätten sich quasi gleichzeitig krankgemeldet.

"Wir bedauern die Unannehmlichkeiten für unsere Gäste", erklärte Air Berlin. Betroffenen werde die "bestmögliche Reisealternative" angeboten. Passagiere, deren Flüge Teil einer Pauschalreise sind, sollen sich demnach an den Reiseveranstalter oder das Reisebüro wenden.

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Bei einer Annullierung ihres Fluges sollten Air-Berlin-Kunden auf eine Umbuchung bestehen, rät das Europäische Verbraucherzentrum Deutschland in Kehl. Die insolvente Fluggesellschaft erstattet nämlich keine Tickets mehr. Daher ist es besser, auf eine Umbuchung zu bestehen, als auf eigene Kosten einen Ersatzflug zu buchen. Auf diesen Kosten bleiben Flugreisende wahrscheinlich sitzen.

Auch sollte wenn möglich kein Gepäck mehr bei Air Berlin aufgegeben werden. Denn geht ein Koffer verloren oder wird beschädigt, so die Verbraucherschützer, bleibe der Kunde wohl auf seinem Schaden sitzen.

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Erst am Montag hatte Air Berlin bekannt gegeben, ihrKaribik-Flugprogramm ab Düsseldorf zum 24. September einzustellen. Flüge auf die Niederländischen Antillen, nach Cancún in Mexiko, Havanna und Varadero in Kuba sowie in die Dominikanische Republik entfielen damit. Hintergrund sei die im Insolvenzverfahren nötige Reduzierung der Langstreckenflotte.

Die verlustreiche Air Berlin hatte Mitte August Insolvenz angemeldet, nachdem ihre arabische Großaktionärin Etihad die Zahlungen an die Berliner eingestellt hatte. Noch bis zum 15. September können Kaufangebote für die Fluggesellschaft abgegeben werden. Eine Entscheidung über den Verkauf der Airline könnte schon am 21. September fallen.

abl/dpa/AFP

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