Erstes Kreuzfahrtschiff mit Flüssiggasantrieb Jungfernfahrt der "Aida Nova" verzögert sich

Es wird das größte Schiff in der Flotte von Aida Cruises - doch die Auslieferung der "Aida Nova" an die Reederei verzögert sich erneut. Die Jungfernfahrt kann erst drei Wochen später als geplant stattfinden.

"Aida Nova" bei der Überführung auf der Ems (Archivfoto)
DPA

"Aida Nova" bei der Überführung auf der Ems (Archivfoto)


Das Kreuzfahrtschiff "Aida Nova" wird noch später fertig als ursprünglich geplant. Eigentlich sollte die Jungfernfahrt des ersten mit Flüssiggas betriebenen Kreuzfahrtschiffs Anfang Dezember in Hamburg starten. Doch die Reise müsse auf den 19. Dezember verlegt werden, teilte die Reederei Aida Cruises mit. Auch weitere Fahrten im Dezember müssten abgesagt werden.

Bereits vor einigen Wochen musste Aida Cruises erste Fahrten im November absagen. Gebaut wird die "Aida Nova" von der Meyer Werft in Papenburg. Grund für die weitere Verzögerung sei nach Angaben von Aida Cruises, dass die öffentlichen Bereiche nicht rechtzeitig fertig werden. Technisch funktioniere alles, die erste Testfahrt sei erfolgreich verlaufen.

Im Oktober war es zu einem Brand in den Kabinen der "Aida Nova" gekommen. Wie das Feuer entstand, ist noch unklar. Medienberichten zufolge könnte es sich um Brandstiftung gehandelt haben. Der Sprecher brachte den Brand jedoch nicht in Zusammenhang mit der verzögerten Jungfernfahrt.

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Taufe der "Aida Nova": 25.000 Besucher - und David Guetta

Die Meyer Werft kämpft einem Bericht der "Osnabrücker Zeitung" zufolge derzeit bei allen Schiffsprojekten mit erheblichen Verzögerungen. Ein Sprecher der Werft widersprach dieser Darstellung jedoch und sagte, es sei lediglich die "Aida Nova" betroffen.

Bei der "Aida Nova" gebe es drei Faktoren, die zur Verzögerung geführt hätten, sagte der Werftsprecher: Der Prototypcharakter des Schiffes, die technische Innovation - es ist das erste vollständig mit Flüssiggas betriebene Kreuzfahrtschiff - sowie die gesamte Komplexität und Dimension des Projektes.

Das Schiff wurde Ende August in Papenburg getauft. Es hat rund 2500 Kabinen und wird das mit Abstand bisher größte Schiff in der Flotte von Aida Cruises sein.

kry/dpa



insgesamt 19 Beiträge
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Gluehweintrinker 16.11.2018
1. Zu erwarten ist unspezifisches Cruise Bashing
Immer wenn bei Spiegel Online irgendein beliebiger Aspekt zum Thema Kreuzfahrten und Kreuzfahrtschiffe thematisiert wird, geht es im Forum selten um den angesprochenen Aspekt, sondern nur um die Verteufelung dieser Urlaubsvariante. So wird es vermutlich auch dieses Mal kommen. "Schwimmende Müllverbrennungsanlage" als Killerphrase hat bei Flüssiggas nun ausgedient. Aber "Käfighaltung" und "Schwimmender Plattenbau" kommt sicher auch dieses Mal wieder vor. Wetten?
hileute 16.11.2018
2. Oh nein 3 wochen
an anderen Stellen hust BER hust wäre man froh wenn die Verzögerung 30 Jahre nicht überschreitet, von daher nicht sooo dramatisch
novasun 16.11.2018
3. Was ist hier mit Flüssiggas gemeint
"normales" Erdgas in flüssiger Form oder LPG?
Seltenstschreiber 16.11.2018
4. Nur drei Wochen !!
Die lieben Japaner von MHI hätten sich über drei Monate Verzögerung gefreut, beide Schiffe (Prima und Perla) waren jeweils ein Jahr verspätet und am Ende wurde der Auftrag mit einen Verlust von ca. 2,1 Milliarden US-$ abgeschlossen. Bei dem engen Terminplan und unter Berücksichtigung von tausenden Gewerken, die alle koordiniert werden müssen, ist das ganze schon eine reife Leistung. Eine eventuelle Konventionalstrafe wird die Werft wohl eingepreist haben. Treibstoff ist übrigens LNG, wie man auf der Website der Meyerwerft finden kann.
nn280 16.11.2018
5. Niemals und auch nicht
für geschenktes Geld oder im Falle eines eventuellen Gewinnes werde ich ein deratiges "Bauwerk" betreten.
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