Drittgrößtes Kreuzfahrtschiff der Welt Ems-Überführung der "Quantum of the Seas" verzögert sich 

Eigentlich sollte das größte bislang in Deutschland gebaute Kreuzfahrtschiff seine erste Reise längst angetreten haben - wäre da nicht der starke Wind. Nun soll die Überführung der "Quantum of the Seas" in die Nordsee am Nachmittag beginnen.

DPA

Papenburg - Wenn alles gutgeht, startet die "Quantum of the Seas" noch am Montag in Richtung Nordsee. Das bislang größte in Deutschland gebaute Kreuzfahrtschiff sollte ursprünglich schon am Sonntagmittag losfahren. Doch wegen ungünstiger Wetter- und Wasserstandsbedingungen sagte die Meyer Werft in Papenburg die geplante Ems-Passage am Samstag ab.

Nun soll es frühestens am Montagnachmittag losgehen - wenn nicht wieder zu starker Wind herrscht. Um circa 14.30 Uhr beginne die Fahrt, heißt es auf der Website des Unternehmens. Aufgrund der Wasserstände könne sich der Zeitplan der Überführung aber noch auf eine spätere Uhrzeit verschieben.

Zurzeit ist geplant, dass die "Quantum" gegen 18.25 Uhr die Friesenbrücke in Weener passiert und gegen 20.30 Uhr die Jann-Berghaus-Brücke in Leer. Circa 23.30 Uhr würde das Riesenschiff dann am Ems-Sperrwerk in Gandersum eintreffen und es bis 0.45 Uhr durchfahren. Am Dienstag um 2 Uhr ist die Ankunft in Emden geplant, dort wird die "Quantum" gedreht und kann mit dem Bug voraus nach Eemshaven in der Nordsee ansteuern, wo sie gegen 4.30 Uhr eintreffen soll. Am Abend gegen 19 Uhr liegt sie dann am Pier fest.

Ursprünglich war die Ankunft im niederländischen Eemshaven für Montagvormittag geplant. Über die schmale Ems muss der 348 Meter lange und 41 Meter breite Luxusliner im Schritttempo gut 40 Kilometer zurücklegen.

Wind und Wetter müssen stimmen

Damit solche Passagen möglich sind, müssen Wind und Wetter mitspielen: Die Flut muss hoch genug sein und der Wind aus Nordwesten kommen. Zudem darf er nicht zu stark sein, damit das Schiff sich gut durch die Schleusen und unter den Brücken hindurch manövrieren lässt.

Die für die amerikanische Reederei Royal Caribbean International gebaute "Quantum of the Seas" ist mit knapp 168.000 BRZ das derzeit drittgrößte Kreuzfahrtschiff der Welt. Der 348 Meter lange und 41 Meter breite Luxusliner bietet Platz für fast 4200 Passagiere. Der Heimathafen des rund 700 Millionen Euro teuren Schiffes wird New York sein.

Ihr Schwesterschiff "Anthem of the Seas" wird derzeit auf der Papenburger Meyer Werft gebaut und soll im kommenden Frühjahr abgeliefert werden. Das dritte Schiff der "Quantum"-Klasse, die "Ovation of the Seas", soll im Frühjahr 2016 fertiggestellt werden.

emt/abl/dpa

insgesamt 11 Beiträge
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Seite 1
Olaf 22.09.2014
1.
Na dann viel Spaß im Urlaub und nicht drüber nachdenken, dass kein Staat der Welt 4200 Menschen aus Seenot retten kann.
tempus fugit 22.09.2014
2. Und ich dachte,...
...dass immer mehr Menschen gegen 'Käfighaltung' sind...
regensommer 22.09.2014
3. Ausstoß wie 13000 Autos
So ein Schiff produziert Abgase wie 13000 Autos. Viel Spaß beim Urlaub und der vielen frischen Luft.
thkarlau 22.09.2014
4. Was ich immer schon wissen wollte
Ich frage mich, wie man auf einem Schiff in (möglicher) Seenot all die Leute retten will, die in einem der batteriebetriebenen Mobilitätsroller herumfahren und nicht selber gehen können. Wie will man die im Notfall in die Rettungsboote bekommen, wenn vielleicht sogar die Lifts ausgefallen sind oder nicht mehr benutzt werden dürfen? Die Frage ist ernst gemeint...!
Olaf 22.09.2014
5.
Zitat von thkarlauIch frage mich, wie man auf einem Schiff in (möglicher) Seenot all die Leute retten will, die in einem der batteriebetriebenen Mobilitätsroller herumfahren und nicht selber gehen können. Wie will man die im Notfall in die Rettungsboote bekommen, wenn vielleicht sogar die Lifts ausgefallen sind oder nicht mehr benutzt werden dürfen? Die Frage ist ernst gemeint...!
Niemand kann das. Mein Beitrag von weiter oben war ernst gemeint. Niemand hat die Kapazitäten 4200 Menschen, die irgendwo im Ozean treiben, zu retten.
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