Aida Cruises und MSC Kreuzfahrtschiffe meiden Ägyptens Häfen wegen Unruhen

Schiffsreisende mit Ziel Ägypten müssen sich wegen der dortigen Staatskrise auf geänderte Routen einstellen. Bis November wird die "Aida Diva" nicht mehr Port Said ansteuern. Die Reederei MSC streicht Alexandria aus dem Programm.

Clubschiff auf Umwegen: Die "Aida Diva" fährt jetzt nach Israel
TMN

Clubschiff auf Umwegen: Die "Aida Diva" fährt jetzt nach Israel


Rostock/München - Die Kreuzfahrtreedereien Aida Cruises und MSC reagieren auf die Unruhen in Ägypten. Sie laufen die Häfen des Landes derzeit nicht mehr an. Die "Aida Diva" werde statt Port Said bis November Aschdod in Israel ansteuern, teilte die Reederei mit. Alle betroffenen Passagiere würden informiert. Von Aschdod aus sind unter anderem Ausflüge nach Jerusalem und Betlehem geplant.

"Wir machen uns um unsere Gäste und die Besatzung Sorgen", sagte Hansjörg Kunze, Pressesprecher von Aida Cruises, SPIEGEL ONLINE. Daher würden bereits gebuchte Ausflüge in Ägypten storniert und bezahlte Beträge dem Konto der Kunden gutgeschrieben. Wie mit den Abfahrten ab November umgegangen wird, stehe noch nicht fest. "Wir beobachten die Entwicklung in Ägypten", sagte Kunze. "Unsere Kunden können von uns höchste Sicherheit erwarten."

MSC hat bereits für die komplette Wintersaison, die am 25. November beginnt, Alexandria aus dem Programm genommen. Stattdessen erwartet die Passagiere der "Fantasia" ein Stopp in Herakleion auf Kreta. Zudem wird der Aufenthalt in Haifa verlängert.

Das Auswärtige Amt rät derzeit von Reisen in das Nildelta, auf den Sinai sowie in das ägyptisch-libysche Grenzgebiet dringend ab. Auch in den Touristenzentren in Oberägypten (Luxor, Assuan, Nilkreuzfahrten) sei die Sicherheitslage unbeständig, heißt es in den Reisehinweisen der Behörde.

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jus/dpa



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