Kundenrechte verletzt Ryanair muss Strafe zahlen

Unternehmen mit billigen Preisen stehen in der Regel ganz automatisch im Ruf, besonders kundenfreundlich zu sein. Nicht selten zu Unrecht - das Beispiel des irischen Billigfliegers Ryanair belegt es.


Oslo - Wegen Verletzung der Rechte seiner Kunden muss Ryanair in Norwegen jetzt eine Strafe von 63.000 Euro zahlen. Das entschied die norwegische Verbraucherschutzbehörde, wie die Nachrichtenagentur NTB heute berichtete. Die Behörde hatte unterstützt von Verbraucherschutzgruppen in Dänemark, Finnland und Schweden, im Februar Beschwerde beim norwegischen Handelsgericht eingelegt, weil die Fluggesellschaft hohe Gebühren für die Rückgabe nicht genutzter Tickets und für die Übertragung von Tickets verlange. Kritisiert wurden auch mangelhafte Informationen der Passagiere über ihre Ansprüche bei verspäteten Flügen, beschädigtem oder verlorenem Gepäck.

Das Handelsgericht hatte Ryanair eine Frist bis Mitte März gesetzt, dies zu ändern. Da dies nicht passierte, verhängte der Ombudsmann für Verbraucherschutz die Geldstrafe. Sollte die Fluggesellschaft nicht zahlen, werde der Fall vor Gericht gebracht, kündigte ein Sprecher der Verbraucherschutzbehörde an.

mik/afp



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