Tragödie im Himalaja Erneut Bergsteiger in Nepal von Lawine in den Tod gerissen

Sie hatten den Gipfel erklommen und waren auf dem Abstieg, als die Lawine kam: Eine Inderin und zwei Sherpa sind im Himalaja am dritthöchsten Berg der Welt tödlich verunglückt.

Am Kangchendzönga: Inderin und zwei Sherpa sterben
imago

Am Kangchendzönga: Inderin und zwei Sherpa sterben


Kathmandu - Einen Monat nach dem Unglück am Mount Everest mit 16 Toten hat in Nepal erneut eine Lawine Bergsteiger in den Tod gerissen. Zwei nepalesische Sherpa und eine 35-jährige Inderin seien am Kangchendzönga-Westgipfel im Himalaja gestorben, teilte das Tourismusministerium am Freitag mit. Das Trio sei bereits auf dem Rückweg vom Gipfel des dritthöchsten Berges der Welt gewesen, als die Lawine sie offenbar am Dienstag in einer Höhe von etwa 7500 Metern mit sich riss. Rettungshelfer konnten keine Überlebenszeichen des Teams finden.

Nach Angaben indischer Medien war die indische Bergsteigerin erfahren und hatte im vergangenen Jahr sowohl den Mount Everest als auch den Lhotse, den vierthöchsten Berg der Welt, bestiegen. Kurz vor dem Unglück stand sie selbst auf dem 8586 Meter hohen Kangchendzönga.

ele/dpa/AP

insgesamt 6 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
rumsi 23.05.2014
1. die armen Sherpas..
gehen jedes Risiko ein..weil sie auf jeden Cent angewiesen sind.Die Organisationen verdienen Millionen mit der Vermittlung dieser Wahnsinnstouren. Ein Schmierentheater.Pfui.
Wolf im Wolfspelz 23.05.2014
2. So ein hiernverbrannter Schwachsinn!
Zitat von rumsigehen jedes Risiko ein..weil sie auf jeden Cent angewiesen sind.Die Organisationen verdienen Millionen mit der Vermittlung dieser Wahnsinnstouren. Ein Schmierentheater.Pfui.
Ein "Schmierentheater" sind unreflektierte Kommentare unbedarfter Zeitgenossen. Sherpas gehören in Nepal in die Gruppe der absoluten Top-Verdiener. Es gibt in Nepal auch weniger riskante Jobs, die halt schlechter bezahlt sind. Die Organisatoren verdienen mit sicherheit keine "Millionen" - das ist bei dem derzeitigen Aufkommen an Bergsteigern, der Anzahl der Anbieter im Himalaya und den Preisen pro Tour und Bergsteiger schlicht nicht möglich.
einleserinoslo 23.05.2014
3.
Zitat von Wolf im WolfspelzEin "Schmierentheater" sind unreflektierte Kommentare unbedarfter Zeitgenossen. Sherpas gehören in Nepal in die Gruppe der absoluten Top-Verdiener. Es gibt in Nepal auch weniger riskante Jobs, die halt schlechter bezahlt sind. Die Organisatoren verdienen mit sicherheit keine "Millionen" - das ist bei dem derzeitigen Aufkommen an Bergsteigern, der Anzahl der Anbieter im Himalaya und den Preisen pro Tour und Bergsteiger schlicht nicht möglich.
Die Frage von unreflektiert will ich mal dahingestellt lassen. Die Regierung Nepals verlangt bis zu 60.000 USD für eine Aufstiegsgenehmigung. Bei ca. 300-400 Bergsteigern pro Saison macht das immerhin knapp 20 Millionen USD...das Statement ist somit sehr wohl korrekt. Ein Sherpa, der in den Riskiozonen arbeitet, verdient soviel ich weiss bsi zu ca. 3000-4000 Euro pro Saison. Das ist sicher eine Menge Geld in Nepal, aber damit jemanden mit einem lebensgefährlichen und harten Job (Tod ist hier nur die Maximalvariente... Sherpas leiden unter diversen gesundheitlochen Folgen Ihrer Arbeit) als "Top-Verdiener" zu bezeichnen ist schlicht und ergreifend polemisch und westliche Arroganz. Wenn man doch Top-Verdiener ist, dann lade ich sie herzlich ein für 3-4 Monate für insgesamt 3000 Euro Träger und Seilzieher im Himalaya zu sein....ach ja...bitte vorher mögliche gesundheitliche Folgen bitte von all Ihren tollen Versicherungen ausschliessen... nicht, dass sie noch Geld bekommen sollten für den Rest Ihres Lebens, falls sie mit körperlichen Behinderungen von Ihrem Einsatz zurückkommen sollten und nicht mehr arbeiten können...
quark@mailinator.com 23.05.2014
4. Laßt es endlich sein, Leute !
Ja, ich liebe die Berge und habe mich über manchen Gipfel gefreut. Aber ich bin immer selbst hoch und runter - mit dem eigenen Gepäck auf dem Rücken, wenn es sein mußte. Erst wenn jemand auf diese Weise ein paar 7000er bestiegen hat, sollte er darüber nachdenken, ebenso dann auf die 8000er loszugehen - ohne Sauerstoff, ohne Wasserträger ... so wie Herr Messner dies mitunter tat. Wer das nicht schafft, also 99,99% der Menschen, der sollte da gar nicht erst hingehen. Laßt die Natur in Ruhe. Dieser Almauftrieb an den 8000ern ist nur noch peinlich. Als nächstes kommt eine Sänfte.
undnochmeinsenfdazu 23.05.2014
5. Bleibt anzumerken...
Zitat von quark@mailinator.comJa, ich liebe die Berge und habe mich über manchen Gipfel gefreut. Aber ich bin immer selbst hoch und runter - mit dem eigenen Gepäck auf dem Rücken, wenn es sein mußte. Erst wenn jemand auf diese Weise ein paar 7000er bestiegen hat, sollte er darüber nachdenken, ebenso dann auf die 8000er loszugehen - ohne Sauerstoff, ohne Wasserträger ... so wie Herr Messner dies mitunter tat. Wer das nicht schafft, also 99,99% der Menschen, der sollte da gar nicht erst hingehen. Laßt die Natur in Ruhe. Dieser Almauftrieb an den 8000ern ist nur noch peinlich. Als nächstes kommt eine Sänfte.
..., dass am Kangchendzönga von einem Almauftrieb keine Rede sein kann. Es ist der abgelegenste aller Achttausender Nepals und mit der Annapurna wohl der schwierigste. Gerade mal etwa 300 Besteigungen seit der Erstbesteigung 1955 ... Es gibt Jahre, da findet überhaupt keine Expedition statt. Also sollte man auf Grundlage so eines dürftigen Artikels (der ja einmal vom Westgipfel spricht und dann wieder davon, der Kangchendzönga selbst sei erstiegen worden...) vorsichtig mit solchen Behauptungen sein. Keiner von uns weiß, wie die betroffene Expedition vorgegangen ist.
Alle Kommentare öffnen
Seite 1

© SPIEGEL ONLINE 2014
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.