Leck Hurtigruten-Schiff von Böe gegen Felsen getrieben

Vom Winde verweht: Eine starke Böe hat vorzeitig die Fährfahrt von über 150 Passagieren vor der norwegischen Küste beendet. Das Schiff der Reederei Hurtigruten rammte einen Felsen und schlug leck.


Oslo - Die Windböe erfasste die "MS Richard With" im Hafen von Trondheim. Alle 153 Passagiere, unter ihnen zahlreiche deutsche Touristen und vier Besatzungsmitglieder, wurden nach Angaben der Polizei unverletzt von Bord gerettet.

Der Zwischenfall geschah am Dienstagmorgen um 7.57 Uhr, wenige Minuten bevor die "Richard With" auf ihrer Fahrt von Kirkenes nach Bergen in Trondheim anlegen sollte. "Das Wetter war schlecht, und es gab starken Wind", sagte die deutsche Sprecherin der Reederei Hurtigruten, Petra Sestak. "Dabei kam es zur Grundberührung, bei der die Schiffsschraube beschädigt wurde."

Die Entscheidung, das 121 Meter lange Schiff zu evakuieren, fiel laut Polizei, als Wasser eindrang. Mit Hilfe von Leitern holte die Feuerwehr in einer dreistündigen Aktion die Menschen von Bord.

Die "Richard With" ist eines von 14 Hurtigruten-Postschiffen. Nach Angaben des Unternehmens wurde die Fähre 1993 in Stralsund gebaut. Sie hat Platz für insgesamt 691 Passagiere und 45 Autostellplätze.

Fahrten entlang der winterlichen norwegischen Küste sind um diese Jahreszeit besonders gefragt, um unter anderem den winterlichen Polarhimmel und das Nordlicht zu erleben. Viele nutzen die Seereise auch für Landausflüge. An diesem Mittwoch sollte das Schiff in Norwegens zweitgrößter Stadt Bergen eintreffen.

abl/AP/dpa



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