Hafen von Greenwich London will Terminal für große Kreuzfahrtschiffe bauen

Größere Kreuzfahrtschiffe könnten im Londoner Zentrum bald häufiger zu sehen sein. An der Themse soll ein neues Terminal entstehen, an dem auch 250 Meter lange Oceanliner bequem ihre Passagiere ausschiffen können.

City of London: Ein paar Biegungen der Themse entfernt von der Tower Bridge soll ein neues Kreuzfahrt-Terminal entstehen
AFP

City of London: Ein paar Biegungen der Themse entfernt von der Tower Bridge soll ein neues Kreuzfahrt-Terminal entstehen


London - Der Plan ist schon seit Jahren im Gespräch - jetzt soll es wirklich gebaut werden: ein Terminal, das es auch größeren Kreuzfahrtschiffen ermöglicht, ihre Passagiere komfortabel näher an die City of London heranzubringen. Wie die britische "Times" berichtet, soll in den nächsten Wochen ein detailliertes Konzept für eine Abfertigungshalle samt Gangway an der Enderby's Wharf bei der Gemeinde Greenwich eingereicht werden.

Bisher war es lediglich kleinen Schiffen möglich, auf der Themse neben der "HMS Belfast" zwischen Tower und London Bridge festzumachen. Bis zu 200 Meter lange legen am schwimmenden Kai in Greenwich an, wo die Passagiere mit Tenderbooten ausgeschifft werden müssen. Andere nutzen die Tilbury Docks, rund 40 Kilometer vom Zentrum entfernt oder bleiben gleich in den südenglischen Hafenstädten Dover oder Southampton und transportieren ihre Gäste per Bus in die britische Hauptstadt.

Würde der Konzept der Baufirma Westcourt Real Estate genehmigt, dann könne laut der Zeitung schon in diesem Jahr mit dem Bau der Abfertigungshalle begonnen und mit der Eröffnung 2017 gerechnet werden. An dem Terminal soll ein einziges bis zu 250 Meter langes Schiff anlegen - das würde auch dem größten Teil der Flotte von Aida Cruises erlauben, die Themse hochzufahren. Größere Oceanliner wie die "Oasis of the Seas" mit ihren 360 Meter Länge müssen allerdings draußen bleiben - der Fluss ist im Londoner Zentrum nicht tief genug.

In der Kreuzfahrtindustrie würde die Ankündigung des Baus "enorme Begeisterung und großes Interesse" hervorrufen, sagte Kate O'Hara, Chefin von London City Cruise Port, der "Times". Der Londoner Bürgermeister Boris Johnson hat schon länger einen Kreuzfahrthafen im Zentrum der Stadt gefordert, um den Tourismus zu fördern. 2011 hatte die Gemeinde Greenwich bereits grünes Licht für einen Terminal-Entwurf gegeben, umgesetzt wurde er jedoch nicht.

abl

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insgesamt 8 Beiträge
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SpitzensteuersatzZahler 05.02.2015
1.
Ja stimmt. Was London braucht sind noch mehr Gedränge und Menschen, die sich durch die bekanntesten Straßen schieben. Ist doch jetzt schon nicht zu ertragen... Dagegen ist New York eine Oase der Ruhe...
serenity2012 05.02.2015
2.
Das war auch mein erster Gedanke. Vor allem an den Wochenenden ist das Londoner West End mittlerweile derartig von Touristen überschwemmt und verstopft, das es einfach nur noch zum Davonlaufen ist. Allerdings glaube ich nicht, dass es auf die 2000 Passagiere eines Kreuzfahrtschiffes da noch ankommt. Außerdem glaube ich nicht, dass es eine große Steigerung im Vergleich zu denen sein wird, die jetzt von Southampton aus herangekarrt werden. Interessant für London dürften vor allem Kreuzfahrtschiffe sein, die dort starten und ankommen, denn dann profitieren auch Hotels im Umfeld, die Londoner Flughäfen, usw.
alotusian 05.02.2015
3. Oiii Boris,
mach lieber Crystal Palace wieder auf. Noch mehr Touris packt die City eh nicht mehr.
Malshandir 05.02.2015
4. Thamses Barrier
naja das groesste Problem koennte die Thamses Barrier werden. Da muessen die erst durch, um nach Greenwich zu kommen. Da boete sich ein Pier besser davor an.
hermannheester 05.02.2015
5. Die Luxusstinker dürfen kommen?
Kreuzfahrtschiffe sind schwimmende Hotels. Die Reisen der Luxusliner aber sind nur noch schmückendes Beiwerk denn das Leben live findet fast ausschließlich an Bord statt. Zwei Stunden Sightseeing in Griechenland oder auf den Bahamas sind nur noch notwendiges Übel. Und DAFÜR werden TAUSENDE TONNEN SCHWERÖLS umweltvernichtend aus den Schloten geblasen. Als ob man ein Musical nicht auch im Heimatland erleben und danach in einen Diavortrag über die Bahamas gehen könnte. Die Umweltbilanz jedenfalls wäre deutich positiver.
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