Do it yourself Lufthansa testet Gepäckstreifen zum Selbstausdrucken

Wer sich auf den Weg zum Flughafen macht, soll künftig den Baggage Tag schon dabei haben: Die Lufthansa bietet einen Kofferanhänger zum Selbstausdrucken an. Andere Fluggesellschaften setzen auf permanente Koffermarkierungen.

Der neue Lufthansa-Gepäckstreifen: Zum Selbstausdrucken
Jens Goerlich / Lufthansa

Der neue Lufthansa-Gepäckstreifen: Zum Selbstausdrucken


Das selbstausgedruckte Flugticket ist längst Standard - künftig sollen Passagiere beim Online-Check-in zu Hause oder im Büro auch schon ihren Gepäckstreifen erhalten. Bisher haben sich die Airline-Angestellten um die Kenntlichmachung der Koffer gekümmert.

Die Fluggesellschaften setzen auf unterschiedliche Technologien. So testet die Lufthansa derzeit auf der Strecke Frankfurt-Tokio/Narita den sogenannten "HomeTag" zum Selbstausdrucken. Dieser enthält Informationen wie Flugstrecke, Name des Passagiers und die Gepäckstücknummer auch als Barcode.

Mit Klebstoff hantieren müssen Selbstausdrucker nicht: Am Flughafen bekommen Passagiere spezielle "HomeTag"-Halter, die sie am Gepäck befestigen und ihren Ausdruck darin einlegen. Sollte der beschädigt werden, können die relevanten Daten zusätzlich mit Hilfe eines QR-Codes nachvollzogen werden.

Air France-KLM will zukünftig hingegen mit dem interaktiven elektronischen Gepäck-Label "eTag" arbeiten. Es sieht aus wie ein Kofferanhänger, Passagiere befestigen es am Griff ihres Gepäcks. Außerdem hat die 2004 fusionierte Fluggesellschaft ein Gadget entwickeln lassen, das besonders kontrollwütige Passagiere glücklich machen dürfte: "eTrack". Das kleine, flache mit GSM, GPS und Bluetooth-Technologie ausgestattete Gerät können Fluggäste in ihr Reisegepäck packen. Per Smartphone können sie jederzeit abrufen, wo sich das Gepäck gerade befindet. Der Kofferspezialist Samsonite hat für das "eTag" sogar eine neue Linie entwickelt: "Track and Trace".

ele



insgesamt 32 Beiträge
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HARK 11.04.2014
1. Man fragt sich...
... wann die Airlines auf die Idee kommen, dass die Passagiere das Gepäck gleich selbst in die Maschine einladen sollen. Das hätte viele Vorteile: 1. Die Kofferpacker auf dem Vorfeld können eingespart werden (Lohnkosten senken!) 2. Die Gepäck-Sortier-Anlagen können eingespart werden (weniger Kosten für Infrastruktur, mehr Platz für Geschäfte, Cafés und damit Mieteinnahmen) 3. Wenn das Gepäck im falschen Flieger landet, ist der Reisende selbst Schuld (Reklamationen und Ausgleichsleistungen entfallen).
Ge-spiegelt 11.04.2014
2. Bitte auch Beschleunigung messen
Speziell in den unterentwickelten USA werden Koffer zerstört. Abgerissene Griffe, aufgeplatzte Hartschalen, starke Stöße, die Bierdosen platzen lassen...
ofelas 11.04.2014
3. Gaaehn
bei British Airways schon seit laengerem eingefuehrt
TimmThaler 11.04.2014
4.
Zitat von HARK... wann die Airlines auf die Idee kommen, dass die Passagiere das Gepäck gleich selbst in die Maschine einladen sollen. Das hätte viele Vorteile: 1. Die Kofferpacker auf dem Vorfeld können eingespart werden (Lohnkosten senken!) 2. Die Gepäck-Sortier-Anlagen können eingespart werden (weniger Kosten für Infrastruktur, mehr Platz für Geschäfte, Cafés und damit Mieteinnahmen) 3. Wenn das Gepäck im falschen Flieger landet, ist der Reisende selbst Schuld (Reklamationen und Ausgleichsleistungen entfallen).
4. Das Gepäck würde besser behandelt werden.
quark@mailinator.com 11.04.2014
5. Herrgott nochmal
Soll es kundenfreundlich sein, wenn man immer mehr selber machen muß ??? Nein, ich will NICHT billig um jeden Preis. Ich hätte gern wieder, daß mir mein Ticket zugeschickt wird. Wenn jeder irgendwann einen 3D-Drucker hat, dann muß man vermutlich ein Flugzeugteil mitbringen und wenn alle da sind, wird die Maschine auf dem Vorfeld zusammengesetzt ... Irrsinn hoch 3 diese Entwicklung.
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