Lufthansa in China Sars-Angst des Kranichs schwindet

Die Sars-Panik in Asien ebbt ab - auch über den Wolken. Die Lufthansa will nun so schnell wie möglich zu ihrem normalen Flugplan nach China zurückkehren. Dort hegt die Kranich-Airline nun wieder Wachstumshoffnungen.

Von , Peking


 Lufthansa-Flieger beim Start in Frankfurt am Main: Wachstumshoffnungen im Osten
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Lufthansa-Flieger beim Start in Frankfurt am Main: Wachstumshoffnungen im Osten



Insgesamt plant die Lufthansa wöchentlich 34 Non-Stop-Flüge zwischen China einerseits und den Flughäfen München und Frankfurt andererseits. Ab Anfang August fliegt die Kranichlinie Peking siebenmal in der Woche an, ab 2. September starten in der chinesischen Hauptstadt statt des Airbus 340 auch wieder Jumbos. Auf der Route nach Hongkong setzt die Fluggesellschaft ab 1. August ebenfalls die Boeing 747 ein. Das teilte Vorstandsmitglied Thierry Antinori gestern in Peking vor Journalisten mit.

Die Lufthansa erwägt, neben Peking, Shanghai und Hongkong auch bald Kanton anzufliegen, dessen neuer Flughafen voraussichtlich im nächsten Jahr fertig gestellt wird. Außerdem sollen Partnerschaften zu Shanghai Airlines und der Hongkonger "Dragon Air" aufgebaut werden. Geplant ist zudem, die staatliche Air China in die Star Alliance aufzunehmen.

Lufthansa-Mitarbeiter im April in Hong Kong: Angst vor der unheimlichen Krankheit
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Die Lufthansa-Manager erhoffen, den Anteil der chinesischen Passagiere in ihren Maschinen zu erhöhen, nachdem die Bundesrepublik von Peking zum offiziellen Touristenland erklärt worden ist und nun chinesische Reiseveranstalter Gruppenreisen anbieten dürfen.

Hoffnung auf mehr Beinfreiheit in der engen Economy-Klasse machte die Lufthansa den China-Geschäftsreisenden und Touristen allerdings nicht: Wer bequemer fliegen wolle, solle sich ein Business-Klasse-Ticket kaufen, erklärte Antinori. Die werde bald noch bessere Sitze erhalten.



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