Drohender Schneesturm Deutsche Airlines streichen Flüge an die US-Ostküste

Der Osten der USA erwartet einen heftigen Schneesturm. Amerikanische Airlines haben bereits Tausende Flüge nach Boston, Chicago und New York gestrichen. Nun wurden auch erste Verbindungen aus Deutschland annulliert.

Lufthansa-Maschine im Landeanflug: Erste USA-Verbindungen sind annulliert
DPA

Lufthansa-Maschine im Landeanflug: Erste USA-Verbindungen sind annulliert


Berlin - Der aufziehende Schneesturm an der US-Ostküste bringt den Luftverkehr durcheinander. Nachdem innerhalb der USA bereits Tausende Flüge ausgefallen sind, zogen auch deutsche Airlines Konsequenzen. Bei Lufthansa wurden nach Auskunft einer Sprecherin mehrere Flüge in die USA gestrichen. Wie viele Reisende davon betroffen waren, sagte das Unternehmen nicht.

"Es kommt derzeit zu Behinderungen im Flugverkehr an die Ostküste der USA", sagte die Sprecherin SPIEGEL ONLINE. Laut der Lufthansa-Webseite wurden Flüge von Frankfurt am Main und München nach New York und Boston annulliert. Reisende werden gebeten, sich im Internet nach dem aktuellen Flugstatus zu informieren. Der nationale Wetterdienst erwartet für diesen Freitag einen "möglicherweise historischen Wintersturm".

Der Frankfurter Flughafenbetreiber Fraport sprach am Freitag zunächst von insgesamt sieben Annullierungen. Neben Lufthansa mussten auch United Airlines, Delta Airlines, sowie Singapore Airlines die Flugpläne ändern. Eine Prognose zu weiteren möglichen Flugstreichungen sei nicht möglich, sagte ein Sprecher. In den USA selbst wurden bereits rund 3000 Flüge gestrichen.

Air Berlin hatte bis Freitagvormittag einen Flug von Düsseldorf nach New York gecancelt. Nach Angaben eines Sprechers beobachte die Airline die weitere Entwicklung und werde entsprechend reagieren. Bei United Airlines sind ebenfalls Flüge nach New York betroffen. Diese wurden komplett gestrichen.

Laut dem Visit-USA-Committee zählt der Februar nicht zur Hauptreisezeit für deutsche Touristen an der Ostküste der USA. Genaue Zahlen, wie viele Touristen sich derzeit in den USA aufhalten und betroffen sein könnten, gibt es jedoch nicht. "Es werden keine Massen sein, aber New York und Boston sind Ganzjahresziele", so ein Sprecher.

Geld zurück bei drohendem Unwetter

Streicht eine Airline wegen des drohenden Schneesturms in den USA einen Flug, bekommen Passagiere das Geld für ihr Ticket zurück. Das gelte für alle Fluggesellschaften, egal ob sie aus der EU in die Vereinigten Staaten fliegen oder innerhalb der USA unterwegs sind, sagte Ralf Reichertz von der Verbraucherzentrale Thüringen. Einen Anspruch auf Entschädigung haben Betroffene in diesem Fall aber nicht. Denn ein Schneesturm ist höhere Gewalt. Dafür kann das Unternehmen nichts. "Da geht es um die Sicherheit der Passagiere, die wollen ja auch nicht in einen Sturm fliegen", erklärte der Jurist.

Anspruch auf Entschädigung bei Unwettern haben Passagiere nur in bestimmten Fällen, etwa wenn ein Flug nicht direkt wegen des Sturms ausfällt, sondern indirekt. Das sei zum Beispiel der Fall, wenn der Flugplan einer Airline so sehr durcheinandergerät, dass sie auch in Städten Flüge streichen muss, die der Sturm gar nicht betrifft. So regelt es die EU-Fluggastrechteverordnung.

Allerdings gibt es Ausnahmen: Bei Verbindungen innerhalb der USA greife die EU-Verordnung nicht, sagte Reichertz. Der Flug müsse entweder in der EU starten oder dort landen. Ist das nicht gegeben, haben Passagiere selbst dann keinen Anspruch auf Entschädigung, wenn die Airline nur indirekt wegen des Schneesturms Flüge streichen muss.

jus/dpa

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hdudeck 08.02.2013
1. annulliert - gecancelt - gestrichen
Zitat von sysopDPADer Osten der USA erwartet einen heftigen Schneesturm. Amerikanische Airlines haben bereits Tausende Flüge nach Boston, Chicago und New York gestrichen. Nun wurden auch erste Verbindungen aus Deutschland annulliert. http://www.spiegel.de/reise/aktuell/lufthansa-und-air-berlin-streichen-fluege-an-die-us-ostkueste-a-882229.html
Der Autor verwended drei verschiedene Sprachen fuer ein und dasselbe Wort. Ich bin ja nicht so empfindlich wenn es um Sprache / Schreibfehler geht, aber das ist doch ein bisschen zuviel.
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