Langstrecke Lufthansa will Geld für Sitzreservierung in Premium Eco 

Wer bisher bei der Lufthansa die teureren Klassen gebucht hat, konnte sich sofort kostenlos einen Wunsch-Sitzplatz sichern. In der Premium Economy ist dies bald nicht mehr möglich.

Premium-Economy Class-Sitz der Lufthansa
DPA

Premium-Economy Class-Sitz der Lufthansa


Passagiere zahlen bei der Lufthansa für Sitzplatzreservierungen in der Premium Economy bald Geld - so wie bereits schon in der Economy Class.

Ab Mitte September werde dieser Service auf Langstreckenflügen kostenpflichtig, bestätigte ein Sprecher der Airline einen Bericht des Fachmagazins "fvw". Bislang war die Sitzplatzreservierung in der Premium Economy sowie in der Business und First Class von Lufthansa und der österreichischen AUA kostenfrei.

Das neue Entgelt greift ab dem 18. September. Je nach Strecke werden zwischen 35 Euro und 55 Euro für die Reservierung eines Sitzplatzes in der Premium Economy fällig. Bei einigen Buchungssystemen kommen noch einmal 5 Euro hinzu. Schon jetzt ist die Sitzplatzreservierung für Flüge in der Economy-Klasse kostenpflichtig - von 12 bis 100 Euro können je nach Strecke und Platzwunsch fällig werden.

Weiterhin kostenfrei ist nach Angaben des Unternehmens die Sitzplatzreservierung beim Check-in. Passagiere können sich weiterhin ab 23 Stunden vor dem Flug beim Einchecken ihren Platz ohne zusätzliche Kosten sichern.

abl/dpa

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insgesamt 36 Beiträge
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Seite 1
Gluehweintrinker 06.09.2019
1. Eine Folge des Billigwahns beim Fliegen
Für 19 EUR durch Europa? Für unter 500 EUR auf die Langstrecke? Betrachtet man Flugpreise kaufkraft- und inflationsbereinigt, dann ist Fliegen seit Jahrzehnten immer billiger geworden und viele betrachten das sogenannte "erschwingliche Fliegen" als Selbstverständlichkeit. Wochenendpendeln mit dem Flugzeug? Was einst als Ausgeburt verabscheuungswürdiger Dekadenz gehandelt wurde, gehört heute offenbar in bestimmten Kreisen zum Guten Ton. Ständig sinkende Preise in einer Transportindustrie, die zudem mit immer neuen Sicherheitsanforderungen konfrontiert wird (die größtenteils absolut sinnvoll sind), bei nicht sinkenden Personal-, Material- und Energiekosten - wie soll das funktionieren? Die AirBerlin.Pleite und das Verschwinden vieler anderer zeit deutlich, wohin die Reise geht - es ist ein ruinöser Wettbewerb um immer mehr Passagiere bei gleichzeitig sinkenden Erträgen. Wenn das reine Flugticket zu Billigstpreisen verramscht wird, dann kann die logische Konsequenz nur bedeuten, dass für jedes Extra zu zahlen ist. Sitzplatz, Gepäck und auch Mahlzeiten und Getränke. Ich wette, dass wir bald auch dahin kommen. Wer sich darüber aufregt, der heuchelt, denn er profitiert von viel zu billigen Tickets wie alle anderen.
anitapastor 06.09.2019
2.
Ich bin jetzt von Berlin nach Budapest mit Wizz Air für 12 EUR geflogen. Der Flieger war pünktlich und das Personal sehr nett und zuvorkommend. Flug dauerte 1 Stunde. Wenn ich mit Lufthansa fliegen würde müsste ich über München oder Frankfurt fliegen. Dauer: 4Stunden inkl. Warte- bzw. Umsteigezeit denn der Flieger hatte zudem noch Verspätung. Kostenpunkt: 429 EUR. Wer in aller Welt sollte mit Lufthansa fliegen. Wer sollte sich das antun? Kann mir das jemand schlüssig erklären?
ruediger 06.09.2019
3.
Premium Eco bei der Lufthansa ist eh schon kein Schnäppchen (zumeist doppelter Eco Preis für ein bisschen mehr Platz und ist daher auch nicht mit den Kurzstreckenflügen meiner Mitforisten zu vergleichen) und macht eigentlich nur auf der Mittel. oder Langstrecke Sinn. Jetzt für die Platzreservierung nochmal extra Geld zu wollen ist letztlich nur ein Weg um den Wettbewerb zu verzerren und einen etwas günstigeren billigeren Preis auf den Vergleichsportalen anzeigen zu können
lungervogel 06.09.2019
4. Unverschämt
Irgendein Controller hatte vor Jahren die Idee für jeden Bestandteil einer Leistung zu kassieren und die Verbraucher machen es mit. Der Preisvergleich wird so für den Verbraucher erschwert, da der zu vergleichende Preis inkl. aller Leistungen erst am Ende einer Buchungsstrecke zu sehen ist. PremiumEconomy wirbt mit mehr Komfort/besserer Leistung und lässt sich dies bereits beim Ticketpreis deutlich bezahlen. Dies wird so konterkariert. Die EU sollte schnell Preis-Obergrenzen für Sitzplatz und Gepäck einführen sowie großzügige Sitzabstände für Mittel- und Langstrecke definieren.
emil7685 06.09.2019
5.
Zitat von GluehweintrinkerFür 19 EUR durch Europa? Für unter 500 EUR auf die Langstrecke? Betrachtet man Flugpreise kaufkraft- und inflationsbereinigt, dann ist Fliegen seit Jahrzehnten immer billiger geworden und viele betrachten das sogenannte "erschwingliche Fliegen" als Selbstverständlichkeit. Wochenendpendeln mit dem Flugzeug? Was einst als Ausgeburt verabscheuungswürdiger Dekadenz gehandelt wurde, gehört heute offenbar in bestimmten Kreisen zum Guten Ton. Ständig sinkende Preise in einer Transportindustrie, die zudem mit immer neuen Sicherheitsanforderungen konfrontiert wird (die größtenteils absolut sinnvoll sind), bei nicht sinkenden Personal-, Material- und Energiekosten - wie soll das funktionieren? Die AirBerlin.Pleite und das Verschwinden vieler anderer zeit deutlich, wohin die Reise geht - es ist ein ruinöser Wettbewerb um immer mehr Passagiere bei gleichzeitig sinkenden Erträgen. Wenn das reine Flugticket zu Billigstpreisen verramscht wird, dann kann die logische Konsequenz nur bedeuten, dass für jedes Extra zu zahlen ist. Sitzplatz, Gepäck und auch Mahlzeiten und Getränke. Ich wette, dass wir bald auch dahin kommen. Wer sich darüber aufregt, der heuchelt, denn er profitiert von viel zu billigen Tickets wie alle anderen.
Würde ich vollkommen OK finden. Auf Flügen unter drei Stunden ist es mir völlig egal ob es Getränke und Essen gibt. Da setze ich sowieso meine Kopfhörer auf und glotze einen Film auf dem Tablet. Und Gepäck habe ich bei Kurzstrecken eh keins dabei. Für mich wäre das super. Ich könnte mich auch bei Interkontinentalflügen damit anfreunden wenn ein Bier fünf Dollar kostet. Wenn das Ticket dadurch um fünfzig Dollar billiger wird; warum nicht.
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