Luftraum EU will bei Flugüberwachung mit USA zusammenarbeiten

Die EU-Länder ringen noch mit ihrem "Einheitlichen Luftraum" - und wollen sich nun Rat bei den US-Amerikanern holen. Bisher müssen sich Airlines und Lotsen in Europa mit vielen verschiedenen Techniken und Flugverfahren arrangieren.


Budapest - Die EU und die USA wollen künftig bei der Flugüberwachung zusammenarbeiten und haben dazu am Donnerstag in Budapest eine Vereinbarung geschlossen. Dies sagte der EU-Verkehrskommissar Siim Kallas bei einer Fachkonferenz in der ungarischen Hauptstadt, wie die ungarische Nachrichtenagentur MTI berichtete.

Als EU-Ratspräsident ist Ungarn Gastgeber der jährlichen Fachtagung zum EU-Projekt Single European Sky (Einheitlicher Europäischer Luftraum), das die Flugüberwachung in Europa vereinfachen soll. Derzeit gibt es zum Beispiel etliche unterschiedliche Techniken und Flugverfahren. Flugzeuge fliegen deshalb oft nicht auf der direkten Route, sondern orientierten sich an Landesgrenzen.

EU und USA wollen zunächst ihre jeweiligen Forschungsprogramme zur Rationalisierung der Flugüberwachung miteinander in Einklang bringen, hieß es. In Europa gebe es derzeit 58 Flugüberwachungszentren, in den USA hingegen nur 20, sagte Kommissar Kallas. Hier sei dringend eine Reform nötig, zumal im nächsten Jahr ein bedeutender Zuwachs des Flugverkehrs zu erwarten sei.

Das seit Jahren vorbereitete und im Dezember 2009 beschlossene EU-Projekt Single European Sky II soll 2012 umgesetzt sein.

abl/dpa



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