Malaysia Polizei nimmt unverheiratete Paare im Hotel fest

Razzia am Neujahrstag: In mehreren Billighotels hat die malaysische Polizei unverheiratete Paare festgenommen, die sich ein Zimmer teilten. "Engste Nähe" ist laut Scharia-Recht für sie nicht erlaubt - bei einer Verurteilung drohen bis zu zwei Jahre Haft.


Kuala Lumpur - Wegen eines gemeinsamen Aufenthalts in einem Hotelzimmer droht 52 unverheirateten Paaren in Malaysia eine Haftstrafe. Bei Razzien am Neujahrstag spürte die Polizei die jungen Muslime kurz vor Morgengrauen in Billighotels auf und nahm sie fest, wie die Regionalverwaltung des Staates Selangor am Montag mitteilte. Den Betroffenen - meist Studenten und Fabrikarbeiter - wird demnach "engste Nähe" vorgeworfen, was nach islamischem Recht für unverheiratete Paare verboten ist.

Ein Regierungssprecher in Selangor erklärte, man habe sich bewusst zu dieser Razzia entschieden, da solche Vergehen in der Silvesternacht gang und gäbe seien und dringend gestoppt werden müssten. Bei einer Verurteilung drohen den Verhafteten nun bis zu zwei Jahre Gefängnis sowie eine Geldbuße.

Islamisches Scharia-Recht gilt in Malaysia für alle Muslime, die fast zwei Drittel der Bevölkerung ausmachen. Für die Minderheiten der Christen, Buddhisten und Hindus sind diese Gesetze nicht gültig.

sto/APD



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fucus-wakame 04.01.2010
1. Landesrecht muß geachtet werden
Wo ist denn das Problem, das jeweilige Landesrecht zu achten und vor allem zu beachten !
shenshen_ie 04.01.2010
2. ...
Man koennte halb neidisch werden... ein Land, in dem die Polizei offensichtlich nichts besseres zu tun hat als in den Betten fremder Leute zu schnueffeln, bewundernswert. Alle anderen Verbrechen muessen wohl nicht-existent oder bereits aufgeklaert sein, dass sich die Ordnungshueter mit solchen Nichtigkeiten die Zeit vertreiben muessen?
gnedden 04.01.2010
3. Religiöse Gesetze gehören auf den Prüfstand!
Weder im Christen, noch im Judentum, noch im Islam sollte die Liebe und die damit einhergehende "größte Nähe" verboten sein. In der heutigen Zeit sollten nicht Liebe und Sex eingeschränkt werden, sondern vielmehr die vielfache und meist extrem freigegebene blutige Gewaltdarstellung, denn das lässt unsere wie jede Gesellschaft verrohen und bedroht das friedvolle Zusammenleben und die Achtung voreinander!
descartes101, 04.01.2010
4. Toleranz und Respekt vor fremden Kulturen nur bei uns?
Zitat von sysopRazzia am Neujahrstag: In mehreren Billighotels hat die malaysische Polizei unverheiratete Paare festgenommen, die sich ein Zimmer teilten. "Engste Nähe" ist laut Scharia-Recht für sie nicht erlaubt - bei einer Verurteilung drohen bis zu zwei Jahre Haft. http://www.spiegel.de/reise/aktuell/0,1518,669956,00.html
Jaja, die berühmte Toleranz und Gastfreundschaft der Muslime. Fabelhaft. Jeder kann gastfreundlich sein, solange der Gast die restriktiven Regeln einhält. Sowas ist keine Gastfreundschaft, es ist Ar***lochverhalten. Wie zu erwarten. In solche Länder fährt man am besten erst gar nicht. Komisch, dass gerade dieses Volk bei uns Toleranz einfordert, und auch noch die uneingeschränkte Unterstützung der Multikulti-Traumtänzer findet. Es zeigt die Unverschämtheit der Ersteren und die Dummheit der Letzteren.
blue0711 04.01.2010
5. Nicht nur im Islam gibts Fundamentalismus
Was gibts da zu mäkeln? Christliche Fundamentalisten sind da kein Stück besser. In Florida oder Georgia ist zB. Oralsex auch zwischen Ehepartnern strafbar. Hier ein paar weitere Beispiele: http://www.journalism.sfsu.edu/flux/gSpot/sexLaw.html Unter anderem wird von einem Urteil im US-Staat Georgia vom November 1996 berichtet, in dem ein Mann zwar vom Vorwurf der Vergewaltigung seiner Noch-Ehefrau freigesprochen wurde, schliesslich aber 5 Jahre Haft bekanm, weil er Oralsex mit ihr hatte.
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