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22. Juli 2013, 11:25 Uhr

Partymeilen auf Mallorca

"Den Ballermann wird es in dieser Form nicht mehr geben"

Luxusurlaub statt Saufgelage: Ein mallorquinischer Politiker will aus der Playa de Palma ein spanisches St. Tropez machen und mehr reiche Touristen anlocken. Wenn es nach ihm geht, ist mit Sangria-Besäufnissen am Ballermann bald Schluss.

Palma de Mallorca - Palmas Vize-Bürgermeister Álvaro Gijón will die berüchtigte Saufmeile um Mallorcas Ballermann in eine Luxuspromenade verwandeln. "In den nächsten fünf bis sechs Jahren werden wir das Erscheinungsbild an der Playa de Palma um 180 Grad drehen", sagt er in einem Interview mit der "Bild"-Zeitung. "Den Ballermann wird es in dieser Form nicht mehr geben."

Er gab an, dass viele Hotels auf vier oder fünf Sterne hochgerüstet werden und neue Restaurants und Sportangebote entstehen sollen. Man orientiere sich bei der Neuausrichtung an Orten wie St. Tropez oder Las Vegas, um kaufkräftige Touristen unter anderem aus China und Dubai anzulocken. "Wir wollen Leute, die viel Geld ausgeben", sagte Gijón, dieser "Sauf-Tourismus" sei nicht mehr zeitgemäß.

Nachdem schon in dieser Saison ein Trinkverbot in der Öffentlichkeit zwischen 22 und 1 Uhr gilt, könnte die geplante Verwandlung dafür sorgen, dass Partytouristen komplett abgeschreckt werden. Das wäre ganz im Sinne von Gijón: "Für die gibt es andere Orte auf der Welt", sagte er.

Schon seit Jahren gibt es Pläne, die Playa de Palma massiv zu renovieren. Doch das Neubauprojekt geriet ins Stocken, als es zu Protesten von Bürgern kam, deren Wohnungen abgerissen werden sollten.

Jedes Jahr kommen etwa 600.000 Urlauber an die Playa de Palma, rund um den Strandabschnitt stehen 250 Hotels mit insgesamt etwa 50.000 Betten. Besonders bei deutschen Besuchern, die einmal so richtig feiern wollen, ist die Strandmeile mit Lokalen wie Oberbayern, Bierkönig und Mega-Park beliebt. "Ich bin sicher, dass andere deutsche Touristen an unseren neuen Strand kommen", sagte Gijón.

sto

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