Marktöffnung China erlaubt ausländische Reiseagenturen

China öffnet das Inlandsgeschäft für ausländische Reiseagenturen: Die nicht-chinesischen Unternehmen dürfen ab Juli eigene Büros eröffnen.


Peking - Die bislang geltenden Beschränkungen würden zum 1. Juli aufgehoben, kündigte die nationale Tourismusbehörde am Wochenende auf ihrer Internet-Seite an. China kommt damit Vorschriften der Welthandelsorganisation WTO über die Marktöffnung nach. Denn dann würde das Ausland massiv in den chinesischen Tourismussektor investieren, so die Erwartung. Die Regierung senke auch die Anforderungen an die Mindestkapitalausstattung für Agenturen, die ganz oder teilweise in ausländischer Hand sind, meldete die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua.

Mit ihrer Politik bezwecke die Regierung die Marktöffnung und damit eine Belebung des Wettbewerbs, sagte der Leiter der Tourismusbehörde, Shao Qiwei. Er kündigte dabei auch Schritte zugunsten der Agenturen in chinesischer Hand an, um diese stärker für ein Engagement im internationalen Geschäft zu gewinnen. Details nannte Shao nicht.

China zählte im vergangenen Jahr etwa 22 Millionen ausländische Besucher. Das ist gegenüber dem Jahr 2000 mit damals 10,2 Millionen Gästen mehr als eine Verdoppelung. Laut Xinhua wächst die Zahl der Besucher aus dem Ausland pro Jahr um 8,5 Prozent.

fba/AFP



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