"Schnellste Strecke Afrikas" Marokkos erste Hochgeschwindigkeitsstrecke eingeweiht

In einer Stunde von Tanger nach Rabat: Emmanuel Macron und König Mohammed VI. haben die erste Hochgeschwindigkeitsstrecke in Marokko eröffnet. Das Land hofft, zum Transport-Drehkreuz Afrikas zu werden.
Emmanuel Macron (l.) und König Mohammed VI. (r.)

Emmanuel Macron (l.) und König Mohammed VI. (r.)

Foto: POOL New/ REUTERS

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron und Marokkos König Mohammed VI. haben die erste Hochgeschwindigkeitsstrecke des nordafrikanischen Staats eingeweiht. Unter strikten Sicherheitsvorkehrungen startete der marokkanische TGV am Donnerstag mit den beiden Staatsoberhäuptern an Bord vom renovierten Bahnhof in Tanger und erreichte etwas über eine Stunde später den neuen gigantischen Bahnhof der Hauptstadt Rabat.

Die "schnellste Strecke Afrikas", wie sie auch genannt wird, soll künftig in zwei Stunden und zehn Minuten Tanger mit der 350 Kilometer entfernten Wirtschaftsmetropole Casablanca verbinden. Derzeit brauchen die Züge 4 Stunden 45 Minuten. Zum Monatsende soll der neue TGV in Betrieb gehen.

Der Bau der Hochgeschwindigkeitsstrecke hat insgesamt zwei Milliarden Euro gekostet, Frankreich ist an der Finanzierung zu etwa der Hälfte beteiligt. Mit dem Bau der Strecke und der Lieferung der Züge wurden französische Unternehmen beauftragt. Den Betrieb der Strecke übernimmt die marokkanische Bahngesellschaft ONCF. Sie rechnet mit rund sechs Millionen Passagieren binnen drei Jahren. Mit dem Projekt hofft Marokko, seinem Ziel, Afrikas Transport-Drehkreuz zu werden, einen großen Schritt nähergekommen zu sein.

Im Oktober hatte auch Saudi-Arabien eine neue Hochgeschwindigkeitsstrecke eingeweiht: Der "Al Haramain"-Schnellzug verbindet nun die für Muslime heiligen Städte Mekka und Medina. Der Hochgeschwindigkeitszug benötigt für die rund 450 Kilometer lange Strecke durch die Wüste etwa zwei Stunden. Vor allem während des Haddsch soll die Strecke die Fahrt für Millionen Pilger erleichtern.

kry/AFP
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