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Mexiko Taucher entdecken längste Unterwasserhöhle der Welt

Die Cenoten in Mexiko faszinieren Höhlentaucher: In der bizarren Unterwasserwelt liegen die Ursprünge der Maya-Kultur verborgen. Nun haben Taucher ein riesiges Labyrinth entdeckt.

Eine Gruppe von Tauchern hat in Mexiko eine 347 Kilometer lange Unterwasserhöhle entdeckt - es ist wahrscheinlich das längste Unterwasserhöhlensystem der Welt. Die Taucher hätten nach monatelangen Erkundungstouren herausgefunden, dass die beiden Höhlen Sac Actun und Dos Ojos auf der Yucatan-Halbinsel miteinander verbunden seien, berichtet der "Guardian". 

Die Entdeckung des riesigen Unterwasserlabyrinths in der Nähe von Tulum könnte auch neue Erkenntnisse über die Maya-Kultur bringen: Guillermo de Anda, Direktor der Organisation Gran Acufeiro Maya, bezeichnete den Fund als "wichtigste archäologische Unterwasserstätte der Welt". In ihr schlummerten Hunderte verborgener Schätze.

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Entdeckung in Mexiko: Die wahrscheinlich längste Unterwasserhöhle der Welt

Foto: REUTERS/ Gran Acuifero Maya Project/ Herbert Mayrl

Auf der Yucatan-Halbinsel gibt es mehrere Maya-Stätten, wie etwa Tulum oder die Pyramidenruine Chichén Itzá. Die Region ist bei Tauchern bekannt durch ihr Netzwerk von sogenannten Cenoten - Unterwasserhöhlen und unterirdische Wasserläufe, die von den Maya häufig als religiöse Opferstätten genutzt wurden. Viele verehrten die Cenoten auch als Tore zur Unterwelt Xibalba ("Ort der Angst").

Höhlentauchen ist besonders gefährlich

Cenoten entstehen, wenn die Decken von Kalksteinhöhlen einstürzen und Öffnungen nach draußen bilden. Manche der Löcher füllen sich mit Regenwasser, andere reichen hinab bis zum Grundwasserspiegel - und stehen oft mit gigantischen Höhlenlabyrinthen in Verbindung. Schon in der Steinzeit wurden viele der damals noch trockenen Kavernen als Wohn- und Begräbnisstätten benutzt.

Seit einigen Jahren wird das Höhlennetzwerk systematisch erforscht. Forscher dokumentieren die bizarre Unterwasserwelt der Maya mit dreidimensionalen Computermodellen und Karten. Insbesondere die Gebeine der Toten könnten etwa Aufschluss darüber geben, wann die ersten Menschen nach Amerika kamen.

Manche Cenoten sind mehr als hundert Meter tief. Taucher müssen daher eine besondere Mischung aus Sauerstoff, Stickstoff und Helium nutzen, um bei ihren Touren, die meist kilometerlang in die Höhlen hineinführen, überleben zu können. Höhlentauchen ist auch deshalb sehr gefährlich, da ein schnelles Aufsteigen nicht möglich ist: Über dem Kopf befindet sich nur Fels.

dbate Video: Faszination Tauchen - Mein Leben unter Wasser

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