"Virgin Cruise" Milliardär Branson will zwei Kreuzfahrtschiffe bauen lassen

Der Himmel ist ihm nicht genug. Der britische Milliardär Richard Branson will im Kreuzfahrtgeschäft mitmischen. Der Gründer der Fluggesellschaft Virgin kündigte an, große Schiffe bauen zu lassen: Er verhandele bereits auch mit Werften in Deutschland.

AFP

London - Richard Branson ist ein Unternehmer mit Expansionsdrang. Zu seinem Imperium, das unter dem Namen Virgin Group firmiert, gehören mehr als 300 Unternehmen, darunter Bahnen, Reisebüros, Hotels, Fluglinien, ein Heißluftballonanbieter und Virgin Galactic, das künftig kommerzielle Ausflüge ins All anbieten will. Doch der unternehmungslustige Branson plant schon wieder weiter: Er möchte ins Kreuzfahrtgeschäft einsteigen - womöglich mit deutscher Hilfe.

Dem "Handelsblatt" sagte der 63-Jährige, er stehe schon in Verhandlungen: "Wir sprechen bereits mit Werften in Italien und Deutschland, um große Schiffe für Virgin Cruises bauen zu lassen. Die Chancen stehen sehr gut, dass Deutschland den Zuschlag bekommt."

Branson hatte Anfang März erstmals Pläne zur Gründung einer neuen Reederei vorgestellt, die Virgin Cruises heißen soll. Als anfängliche Investition sollen laut Branchenschätzungen rund 1,7 Milliarden Dollar (1,2 Milliarden Euro) geplant sein. Etwa zwei Drittel der Summe soll von Banken kommen, ein Drittel von anderen Investoren. Branson sagte laut "The Sydney Morning Herald", dass der größte Teil der Finanzierung gesichert sei.

Geplant seien zunächst zwei Schiffsneubauten in den nächsten Jahren, hieß es. "Wir bauen und konzipieren die Schiffe komplett neu. Das wird ungefähr drei Jahre dauern", sagte Branson. Für große deutsche Werften wie Blohm+Voss in Hamburg oder die Meyer-Werft in Papenburg wäre der Bau der Großschiffe ein lukrativer Auftrag.

emt/dpa



insgesamt 10 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
micha.w 26.03.2014
1. Wenn ich das schon wieder lese:
....zwei Drittel kommen von Banken, ein Drittel von anderen Investoren...! Noch so viel Milliarden haben aber das Risiko möglichst auf andere wälzen. Bei den Gewinnen dürfte es dann umgekehrt sein. Genau so fahren wir die westliche Welt immer tiefer in die Sch... Na dann man voran.
dt55929784 26.03.2014
2. @micha.w
naja - weder die Banken noch die Investoren werden gezwungen, das Geld zu investieren. Und aus christlicher Nächstenliebe machen sie das i.d.R. auch nicht, sie werden schon gut daran verdienen.
reever_de 26.03.2014
3. Der Himmel ist nicht groß genug ...
... aber Größenwahn kommt vor den Fall. Was ist eigentlich aus der Geschichte geworden, wo eine Titanic II nachgebaut werden sollte?? Hat sich wahrscheinlich mittlerweile auch erledigt, denke ich ...
weißbrot 26.03.2014
4.
Zitat von reever_de... aber Größenwahn kommt vor den Fall. Was ist eigentlich aus der Geschichte geworden, wo eine Titanic II nachgebaut werden sollte?? Hat sich wahrscheinlich mittlerweile auch erledigt, denke ich ...
Die Geschichte von Nanjing können Sie hier lesen: http://de.wikipedia.org/wiki/Nanjing#Geschichte
brux 26.03.2014
5. --------------
Zitat von reever_de... aber Größenwahn kommt vor den Fall. Was ist eigentlich aus der Geschichte geworden, wo eine Titanic II nachgebaut werden sollte?? Hat sich wahrscheinlich mittlerweile auch erledigt, denke ich ...
Wieso Grössenwahn? Der Kreuzfahrtmarkt hat immer noch ein hohes Wachstumspotential. Die Titanic II ist natürlich eine Schnapsidee, aber selbst das Projekt ist wohl noch nicht tot (allerdings glaube ich nicht, dass ein unerfahrener australischer Reeder und eine unerfahrene chinesische Werft das gebacken kriegen).
Alle Kommentare öffnen
Seite 1

© SPIEGEL ONLINE 2014
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.