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19. Mai 2016, 15:31 Uhr

Möglicher Rekord

Mehr als 150 Bergsteiger erreichen Everest-Gipfel

Wird ein Rekord gebrochen? Zwei Jahre lang war die Besteigung des Mount Everest nicht möglich - jetzt aber herrscht Massenandrang.

Mehr als 150 Bergsteiger haben bisher am Donnerstag den Gipfel des Mount Everest erreicht - die größte Zahl an einem Tag seit Langem. "Nachdem wir zwei Jahre lang keine Besteigung hatten, sind wir sehr glücklich über diese Zahl", sagte Gyanendra Shrestha vom Tourismusministerium Nepals.

"Bis zum Abend könnten bis zu 200 Bergsteiger den Gipfel bezwingen", sagt Shrestha. Das wäre Rekord - der größte Ansturm bisher fand laut Wikipedia an einem Maitag im Jahr 2010 statt, damals standen 169 Menschen auf der Höhe von 8848 Metern. Die Everest-Saison begann in diesem Jahr am 11. Mai, als die ersten Sherpas den Gipfel erreichten. Seitdem hatten vor dem Donnerstag nach Ministeriumsangaben 88 Bergsteiger den Gipfel erklommen. Die Touristen bezahlen zwischen 30.000 und 80.000 US-Dollar für ihr Everest-Abenteuer.

Im vergangenen Jahr waren alle Everest-Expeditionen abgesagt worden, nachdem ein Erdbeben der Stärke 7,8 große Teile Nepals und auch das Basislager des Mount Everest verwüstet hatte. 19 Bergsteiger kamen damals ums Leben, zum ersten Mal seit Jahrzehnten stand in einem Jahr kein Mensch auf dem Gipfel.

Im Jahr 2014 starben 16 Menschen, als eine Lawine den gefährlichen Khumbu-Eisbruch verschüttete. Danach erreichte zwar die Chinesin Wang Jing den Gipfel, jedoch war ihr Aufstieg umstritten: Sie hatte sich in einem Helikopter über den verschütteten Khumbu-Eisbruch fliegen lassen und dann den Gipfel erreicht.

Dass es nach den Katastrophen diesmal keine Everest-Saison ist wie jede andere, sieht man schon an den Zahlen der Bergsteiger im Basecamp. Es sind weniger als in den vorherigen Jahren, nur 289 Genehmigungen wurden laut nepalesischen Behörden ausgegeben, vorher waren es schon mal 500 gewesen.

Nur 160 davon sind neu vergebene Lizenzen, der Rest der Bergsteiger nutzt eine Lizenz aus einem der vergangenen beiden Jahre. Die eigentlich nur ein Jahr gültigen Lizenzen waren 2014 und 2015 jeweils verlängert worden, nachdem die Besteigungssaison vorzeitig abgebrochen werden musste.

abl/sto/dpa

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