Monaco Yacht Show 2015 Schätzchen, ab in den Hafen!

Schnittige Flitzer, schwimmende Paläste: Auf der Monaco Yacht Show kann man in diesen Tagen die schicksten Wasserspielzeuge der Welt ansehen. Schauplatz ist der mondäne Hafen des Fürstentums an der Côte d'Azur.

Delius Klasing Verlag

Von manager-magazin.de-Redakteurin


Weiße Zeltdächer säumen den Kai in Monacos Hafen Port Hercule. In den Becken wippen und schlingern die schönsten Jachten der Welt. Die Monaco Yacht Show hat ihre Tore geöffnet. Vier Tage lang, bis zum 29. September, ist der Hafen Treffpunkt der Reichen und Superreichen, Designer, Jachten-, Bootsbauer und Zulieferer.

"Monaco hat einfach ein besonderes Flair", sagt Claus-Ehlert Meyer, Geschäftsführer des Deutschen Boots- und Schiffbauer-Verbands. So wird Monacos Königspaar traditionell zur Eröffnung der Messe erwartet, genauso wie zahlreiche Eigner.

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Monaco Yacht Show 2015: Schauplatz Hafen
Die Ansammlung von derart viel Geld mag immer wieder faszinieren. Hier schwimmen die teuersten Superjachten, flanieren einige der reichsten Menschen der Welt und auf dem Parkplatz fahren die teuersten und schicksten Autos vor.

Das Hauptaugenmerk liegt dennoch auf den 40 Schiffen, die zum ersten Mal in Monaco präsentiert werden. Es sind Luxusboote wie die "Atlante" (55 Meter, gebaut von CRN Yacht), "Silver Fast" (77 Meter, Silveryachts), "Yalla" (73 Meter, CRN Yacht), "Yersin" (76,6 Meter, Piriou) und "Madame Kate" (60 Meter, Amels). Insgesamt ankern 121 Schiffe im Hafen, die besichtigt und bewundert werden können, davon 17 Segelschiffe. Das größte Schiff der Messe ist die "Solange" (85,1 Meter, Lürssen).

Lürssen als Marktführer für Megajachten kann nicht über fehlende Aufträge klagen. Das "Global Order Book", eine Publikation der Zeitschrift "Showboats International", zeigt Projekte bis 2018 an. Unter den 64 Jachtbauern, die in Monaco ihr Können zeigen, sind aus Deutschland neben den Lürssen-Werften, auch Abeking & Rasmussen und Blohm+Voss vertreten.

"Der Schreck der Reichen im Finanzkrisenjahr 2008 war sicherlich nur von kurzer Dauer", meint ein Experte. Große Jachten seien bei Millionären und Milliardären weiterhin gefragt. Weniger rosig sei die Lage bei kleineren Booten.

Dennoch berichten auch Sportboothersteller wie Jens Gerhardt, Vorstandsvorsitzender der Hanseyachts in Greifswald, dass es dem Markt wieder besser gehe. Die Zyklen seinen kürzer, alle Märkte wüchsen wieder, Segelboote etwas schwächer als Motorboote, fasst der Manager in der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" zusammen. Auch Verbandsgeschäftsführer Meyer bestätigt, dass es aufwärts gehe. Das Ausgangsniveau sei jedoch niedrig. In Deutschland werde gut gekauft, aber der Mittelmeer-Markt sei nach wie vor schwierig.



insgesamt 7 Beiträge
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Tante_Frieda 24.09.2015
1. Klar
Klar,wenn man sich weigert,in seinem Heimatland Steuern zu zahlen (bekanntlich bilden Fremde im Fürstentum die Mehrheit der Bevölkerung),dann reicht es auch für so schöne und lebensnotwendige Dinge wie Luxusjachten.Da fällt mir eine Spielverderber-Idee ein:Wie wäre es,wenn sich die dort Angesiedelten,die einer aktuellen Meldung zufolge mehrheitlich Millionäre sind,mal mit einem nennenswerten Betrag an der Versorgung syrischer Flüchtlinge beteiligen würden?Zumindest die arabischen Neomonegassen könnten das ja mal machen,natürlich im angemessenen Rahmen - mit einer Gala und so...
Dogbert 24.09.2015
2. Das Beste ist
diese Dinger verbrennen auch Diesel, aber ohne Reinigungssysteme, und in einer Stunde mehr als ein Mittelklasse PKW auf dem Weg von München nach Flensburg. Aber hier sind sowas halt dann Traumyachten und keine Alptraumautos. Die Welt ist bekloppt !!
akerensky 24.09.2015
3. Fehler im Text
Mein Schiff heißt Solandge.
wakaba 25.09.2015
4.
Zitat von Dogbertdiese Dinger verbrennen auch Diesel, aber ohne Reinigungssysteme, und in einer Stunde mehr als ein Mittelklasse PKW auf dem Weg von München nach Flensburg. Aber hier sind sowas halt dann Traumyachten und keine Alptraumautos. Die Welt ist bekloppt !!
Bootsdiesel nutzen aufwendige Filtertechnik. Sind sauberer als dein VW Kleindiesel. Aeltere Turbobootsdiesel wie mein 6l Cummins laufen im Teillastberreich ohne Rauchentwicklung, Feinstaub und niedrigen Noxwerten. Kleindiesel sind ständig am Limit und das macht sie zu kurzlebigen Stinkern mit
flowerkick 25.09.2015
5.
Wo bleiben die eigentlich alle, wenn Europa demnächst überrannt wird?
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