Himalaja Chinesin gelingt erste Everest-Besteigung des Jahres

Im April hatte eine Lawine 16 Menschen getötet - Sherpas hatten darauf alle Touren auf den Mount Everest abgesagt. Jetzt ist einer Chinesin der erste Aufstieg auf den höchsten Berg der Welt 2014 geglückt.

Blick zum Mount Everest: Jedes Jahr Ziel für Hunderte Bergsteiger
AFP

Blick zum Mount Everest: Jedes Jahr Ziel für Hunderte Bergsteiger


Kathmandu - Nach der Lawine mit 16 Toten im April hat eine chinesische Bergsteigerin als erste Alpinistin in diesem Jahr den Gipfel des Mount Everest bestiegen. Die 40-jährige Wang Jing erreichte nach Angaben des nepalesischen Tourismusministeriums am Freitagabend den Gipfel. Sie wurde von fünf Sherpas begleitet.

Erst am Freitag hatte eine Lawine zwei nepalesische Sherpa und eine 35-jährige Inderin am Westgipfel des Achttausenders Kangchendzönga in den Tod gerissen. Das Trio sei bereits auf dem Rückweg vom Gipfel des dritthöchsten Berges der Welt gewesen, als die Lawine sie offenbar am Dienstag in einer Höhe von etwa 7500 Metern mit sich riss, erklärte das Tourismusministerium. Rettungshelfer konnten keine Überlebenszeichen des Teams finden.

Die meisten Expeditionen zum Mount Everest waren nach der Lawine im April abgesagt worden. Es war das bislang schlimmste verzeichnete Unglück am Mount Everest. Insgesamt 16 nepalesische Bergführer waren auf 5800 Metern Höhe im sogenannten Popcorn-Feld verschüttet worden, es liegt auf der Route zum tückischen Khumbu-Eisfall. Sie hatten Zelte, Seile und Lebensmittel dabei, um eine Route zum Gipfel des Everest vorzubereiten - denn Ende April beginnt die Bergsteigersaison im Himalaja.

Der Mount Everest ist mit 8850 Metern der höchste Berg der Welt. Jährlich versuchen Hunderte Bergsteiger den strapaziösen Aufstieg zum "Dach der Welt". Seit der Erstbesteigung durch Edmund Hillary und Tenzing Norgay 1953 kamen dabei mehr als 300 Menschen ums Leben, die meisten von ihnen waren Sherpas.

Welche Gefahren in den Bergen lauern, hatte zuletzt der Fall des Wissenschaftlers John All gezeigt. Er war nahe dem Mount Lhotse in Zentralnepal allein unterwegs, als er in eine Gletscherspalte stürzte. Unmittelbar nach dem Absturz nahm All ein Video in der Spalte auf, das er später auf Facebook veröffentlichte.

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Bergsteiger John All: Sturz ins Leere
Es gelang ihm schließlich, trotz schwerer Verletzungen aus eigener Kraft aus der Spalte herauszuklettern und zu seinem Zelt zurückzukehren. Dort sendete er über sein Satellitengerät den ersten von zwei Hilferufen. Einen Tag später holte ihn ein Helikopter.

hda/dpa

insgesamt 61 Beiträge
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retterdernation 24.05.2014
1. Wir klettern, wir steigen, wir laufen...
usw., jeden Tag kreucht und fleucht irgendein Freak, auf einem Berg daher und den Medien ist es eine Meldung wert. Wurde dieses jämmerliche Schauspiel nicht erst gestern mal wieder ad absurdum geführt, mit dem Absturz mehrerer Bergsteiger im Himalaya. Heute wird dann wieder gefeiert. Wofür den bitte schön. Das da ein paar "Abgehobene" mit ihrem Hobby, sich und andere gefährden. Das diese Extremsportler dabei eine Umweltbilanz vorweisen, die abschreckender nicht sein kann. Das diese elitären Bewegungsmenschen dabei andere Menschen wirtschaftlich ausnutzen, darüber wird leider nicht oder nur sehr selten diskutiert. Oder hatte die Dame heute keine Sherpas und war Umweltbewusst in die Bergregion gelaufen und nicht mit dem Flugzeug geflogen. Und für ihren verursachten Müll am Berg, hat sie bestimmt eine eigene Entsorgung organisiert. Massentourismus im Himalaya, was ein dekadenter Film...
Herr Stein 24.05.2014
2. Nichts besonderes
Die Besteigung des Everests ist heute nichts Besonderes mehr. Es gibt Zwischenlager mit Sauerstoff, Träger tragen das Gepack etc. … mit dem nötigen Geld kann jeder halbwegs trainierte Hobbysportler auf den Mount Everest gelangen… Die Besteigung ist heutzutage nur noch ein Egotrip…lachhaft.
hermes69 24.05.2014
3. Naja, nicht so einseitig bitte
Zitat von retterdernationusw., jeden Tag kreucht und fleucht irgendein Freak, auf einem Berg daher und den Medien ist es eine Meldung wert. Wurde dieses jämmerliche Schauspiel nicht erst gestern mal wieder ad absurdum geführt, mit dem Absturz mehrerer Bergsteiger im Himalaya. Heute wird dann wieder gefeiert. Wofür den bitte schön. Das da ein paar "Abgehobene" mit ihrem Hobby, sich und andere gefährden. Das diese Extremsportler dabei eine Umweltbilanz vorweisen, die abschreckender nicht sein kann. Das diese elitären Bewegungsmenschen dabei andere Menschen wirtschaftlich ausnutzen, darüber wird leider nicht oder nur sehr selten diskutiert. Oder hatte die Dame heute keine Sherpas und war Umweltbewusst in die Bergregion gelaufen und nicht mit dem Flugzeug geflogen. Und für ihren verursachten Müll am Berg, hat sie bestimmt eine eigene Entsorgung organisiert. Massentourismus im Himalaya, was ein dekadenter Film...
Ich pflichte Ihnen bei: Das Müllproblem und der zunehmende Massentourismus sind ein großes Problem. Wie es in dieser Region aber wirschaftlich aussehen würde wenn niemand mehr dahinkäme sollten sie aber auch beleuchten.
harald441 24.05.2014
4. Wie schön!
Aber wen interessiert das hier in Deutschland wirklich?
sebastian.teichert 24.05.2014
5. Spon^^
Ne Inderin war schon oben ist aber abgeschmiert auf dem weg zurück und die Chinesin ist die erste oben? Sorry Leute, aber da passt was nicht!!! Macht ma vernünftige Artikel!
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