Himalaya Zwei weitere Bergsteiger sterben am Mount Everest

Die dramatische Todesserie am höchsten Berg der Welt setzt sich fort: Auf dem Mount Everest sind ein Brite und ein Ire ums Leben gekommen. In den Tagen zuvor hatten sich bereits weitere Unglücke ereignet.

Der höchste Berg der Welt - der Mount Everest
Kyodo News/ Getty Images

Der höchste Berg der Welt - der Mount Everest


Beim Versuch, den Mount Everest zu besteigen, sind zwei Bergsteiger aus Großbritannien und Irland gestorben. Damit sind seit Beginn der Hauptklettersaison in der vergangenen Woche bereits zehn Menschen auf dem höchsten Berg der Welt ums Leben gekommen.

Laut "Himalayan Times" befand sich der Brite auf dem Rückweg vom Gipfel, ehe er rund um die 8000-Meter-Grenze tödlich verunglückte. "Ein britischer Kletterer hat es heute Morgen auf den Gipfel geschafft, ist jedoch zusammengebrochen und nur 150 Meter tiefer gestorben", sagte ein Sprecher der Everest Parivar Expedition der Zeitung.

Die jüngsten Vorfälle könnten auch damit zusammenhängen, dass der Mount Everest aktuell völlig überfüllt ist. Immer wieder kommt es zu langen Wartezeiten, die in diesen Höhen gesundheitsschädlich sein können. Zuletzt war auch ein 33 Jahre alter Bergführer ums Leben gekommen. Der Nepalese brach zusammen und wurde mit einem Helikopter in ein Basislager geflogen, dort wurde der Tod des Mannes festgestellt.

Stau am Mount Everest
Project Possible/AFP

Stau am Mount Everest

"Mehr als zwölf Stunden im Stau"

Am Mittwoch und Donnerstag kamen - unabhängig voneinander - ein 55-jähriger US-Amerikaner, zwei indische Frauen im Alter von 49 und 54 Jahren und ein 27-jähriger Inder beim Abstieg vom Gipfel des Achttausenders ums Leben. Alle vier hatten nach Berichten von Sherpas unter Erschöpfung gelitten.

Der 27-Jährige habe auf dem Everest "mehr als zwölf Stunden im Stau" gesteckt, erklärte der Tourveranstalter Peak Promotion. Sherpas hätten den erschöpften jungen Mann ins Camp 4 begleitet, dort habe er allerdings seinen letzten Atemzug getan. Am Freitag wurden zudem der Tod eines 65-jährigen Österreichers bekannt, der auf der weniger genutzten Strecke auf der tibetischen Seite unterwegs war.

Die Hochsaison bei der Besteigung des Mount Everest dauert von Ende April bis Ende Mai. In dieser Zeit sind die Wetterbedingungen auf dem höchsten Berg der Erde weniger lebensfeindlich. Seit der erstmaligen Besteigung im Jahr 1953 haben bereits mehr als 5000 Menschen den Gipfel erklommen.

bam/dpa



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