Nach Hurrikan "Irene" Flughäfen an der US-Ostküste wieder geöffnet

In New York haben nach dem Wirbelsturm "Irene" die Aufräumarbeiten begonnen. Auch die Airports sind wieder offen, Flüge aus Deutschland bereits auf dem Weg an die US-Ostküste.

Vollgelaufene Keller: Anwohner im New Yorker Stadtteil Chelsea beim Wasserschippen
AFP

Vollgelaufene Keller: Anwohner im New Yorker Stadtteil Chelsea beim Wasserschippen


Frankfurt/Main - Nach den Flughafensperrungen wegen des Hurrikans "Irene" geht der internationale Flugverkehr in Richtung New York am Montag weitgehend nach Plan. Lufthansa erklärte, alle regulären Verbindungen in die USA wieder aufgenommen zu haben. Auch Air Berlin fliegt seit 10 Uhr wieder den New Yorker Flughafen JFK an.

"Der Betrieb hat sich normalisiert", sagte ein Lufthansa-Sprecher am Montag. Die für Frankfurt wichtigen Flughäfen an der Ostküste seien bereits wieder geöffnet worden oder werden in einigen Stunden freigegeben. Elf Flüge in Richtung Frankfurt seien derzeit zwar noch gestrichen, sollten ab 18 Uhr deutscher Zeit aber starten.

Eine Air-Berlin-Passagiermaschine ist am Montagvormittag bereits von Berlin-Tegel zum New Yorker Flughafen JFK gestartet. Der Direktflug von Düsseldorf aus soll um 13.15 Uhr planmäßig gehen.

Wegen des Wirbelsturms hatten deutsche Fluggesellschaften am Sonntag zahlreiche Flüge in die USA gestrichen. Betroffen waren Lufthansa-Verbindungen nach und von New York, Philadelphia und Boston. Washington wurde hingegen die ganze Zeit angeflogen. Air Berlin annullierte ihre beiden Flüge von Berlin und Düsseldorf nach New York, am Vortag war es einer gewesen.

Passagiere, deren Flug gestrichen wurde, können kostenfrei auf spätere Flüge umbuchen oder kostenlos stornieren.

New Yorker U-Bahn fährt

Der Wirbelsturm "Irene" hatte am Wochenende nicht nur den New Yorker Luftverkehr, sondern auch den öffentlichen Nah- sowie den Straßenverkehr vollkommen lahmgelegt. Nur einen Tag später müssen Touristen in New York City allerdings kaum mit Einschränkungen rechnen. Die U-Bahn habe bereits wieder den Betrieb aufgenommen, erklärte das Tourismusbüro der Stadt am Montag. Auch die meisten Busse fahren wieder. Straßen, Tunnel und Brücken seien offen. Fahrgäste müssen sich im Lauf des Tages aber noch auf leichte Verzögerungen einstellen.

In North Carolina dagegen waren am Montagmorgen laut dem Tourismusbüro für den US-Bundesstaat noch einige Küstengebiete im Norden für Besucher geschlossen. Auch einige Parks seien noch zu, könnten aber bereits im Laufe des Tages wieder öffnen, heißt es auf der Webseite. Einige Fährrouten an der Küste waren noch ausgesetzt. Die Hauptverkehrsstraßen seien dagegen wieder frei, erklärte ein Sprecher. Reisende informieren sich am besten über die lokalen Radiosender über die aktuelle Lage.

Im benachbarten Virginia seien Ausfälle und Verzögerungen der Inlandsflüge aus und nach Washington weiter nicht ganz auszuschließen, erklärte die deutsche Tourismusvertretung.

"Irene" war am Wochenende mit großer Wucht auf die Ostküste der USA getroffen. Die Millionen-Metropole New York kam aber glimpflicher davon als befürchtet. Die erwarteten großen Verwüstungen blieben aus.

US-Präsident Barack Obama warnte jedoch vor weiteren Überschwemmungen an der Ostküste. "Es ist noch nicht vorbei", sagte Obama am Sonntag. Fast fünf Millionen Haushalte und Unternehmen waren durch den Sturm ohne Strom. Mindestens 21 Menschen kamen nach Angaben des Senders CNN ums Leben. Die meisten wurden von Bäumen oder Trümmern erschlagen. Andere starben in ihren Autos oder ertranken in den Fluten.

"Irene" bewegte sich am Sonntag mit Windgeschwindigkeiten von etwa 80 Kilometern die Stunde weiter Richtung Norden auf Kanada zu.

jus/dapd/dpa/Reuters

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