Nach Unfällen Deutscher Expo-Pavillon vorübergehend geschlossen

Im deutschen Pavillon auf der Expo ist zum zweiten Mal innerhalb von fünf Tagen ein Besucher verunglückt. Die Verantwortlichen zogen die Konsequenzen.

Hannover - Der deutsche Pavillon öffnete am Dienstag seine Tore erst mit zwei Stunden Verspätung, sagte Andreas Wandersleben gegenüber SPIEGEL ONLINE. In der Nacht habe man zusätzlich zu dem rund einen Meter hohen Geländer auf der Brücke im Kinosaal zwei Drahtseile gespannt. "Nach menschlichen Ermessen dürfte nun Nichts mehr passieren. Am Montag war ein Mann fünf Meter tief von der Brücke gestürzt und hatte sich lebensgefährliche Schädelverletzungen zugezogen. Sein Zustand war auch am Dienstag immer noch kritisch.

"Wir sind bestürzt und bedauern diesen Vorfall zutiefst" , sagte Pavillon-Sprecherin Kathrin Kleinjung. Die Brücken seien bautechnisch abgenommen worden. "Freiwillige" Sicherungsmaßnahmen sei bereits nach dem ersten Unfall beschlossen worden, ergänzte die Sprecherin. Zusätzlich zu den Drahtseilen werde das Personal in dem Kinosaal verstärkt, damit Besucher davon abgehalten werden, auf die Geländer zu klettern. Auch die Beleuchtung in dem Raum werde verbessert.

Ein Sprecher der Polizei sagte, bei den Ermittlungen vor Ort seien keine Verstöße gegen das Baurecht aufgefallen. Zur Ursache des Unfalls sagte er nichts.

Bereits am Mittwoch war ein 16-jähriger Schüler von einer der Brücken im Expo-Pavillon gestürzt und hatte sich dabei mehrere Knochen gebrochen. Am Montag verlor ein 41-Jähriger auf einer Brücke vermutlich das Gleichgewicht und stürzte in die Tiefe. Der Mann wurde mit lebensgefährlichen Schädelverletzungen in die Medizinische Hochschule Hannover geflogen. Nach Informationen aus dem deutschen Pavillon befand sich der Hamburger am Dienstag immer noch in Lebensgefahr.

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