Fotostrecke

Tipps: So urlauben Sie grüner

Foto: Soeren Stache/ picture alliance / dpa

Bewusster in den Urlaub So reisen Sie wie Greta

Die Fremde kennenlernen, am Meer erholen, durch Städte streifen - Urlaub gilt als die schönste Zeit des Jahres. Wie aber ist man rücksichtsvoll unterwegs? Hier sind Tipps zum Weiterlesen.

Darf man noch im Flugzeug unterwegs sein? Oder in das übervolle Venedig reisen? Sind Kreuzfahrten eine Urlaubsform, die es eigentlich nicht geben darf? Muss ich nur noch Bahn fahren? Seitdem die schwedische Schülerin Greta Thunberg die Demonstrationen "Fridays for Future" startete, werden solche Fragen auch in Familien heftig diskutiert.

Keine Frage ist: Für das Klima, die Natur, die Umwelt ist es wohl am besten, wenn wir unsere Urlaubstage auf dem Balkon oder am Wohnort verbringen. Doch das muss nicht sein. Der sogenannte sanfte Tourismus nimmt Rücksicht - auch auf die Menschen in unseren Urlaubsländern. Und wo Gäste bewirtet und willkommen geheißen werden, gibt es auch Chancen: auf Arbeitsplätze, Verdienst, Entwicklung.

In der Fotostrecke geben wir Tipps, wie ein Urlaub möglichst nachhaltig sein kann:

Fotostrecke

Tipps: So urlauben Sie grüner

Foto: Soeren Stache/ picture alliance / dpa

In dem Verband Forum Anders Reisen haben sich zum Beispiel etwa 130 Reiseveranstalter zusammengeschlossen, die "freundlich zur Umwelt und fair zu den Menschen vor Ort" sein wollen. Im Interview mit dem SPIEGEL erzählt die Geschäftsführerin Petra Thomas, worauf es bei der Urlaubsplanung ankommt:

Wer schon zu Hause über den übervollen Gelben Sack stöhnt, den packt im Flugzeug die Verzweiflung: Ein Plastikbecher, ein Plastikrührstäbchen, ein Tetrapak, ein Plastikstrohhalm, eine Plastikverpackung für den Plastikstrohhalm, eine Papierserviette, ein Pfefferbriefchen und ein Salzbriefchen - das bleibt allein beim Verzehr des obligatorischen Tomatensafts neben einem Wasser übrig. Claus Hecking hat sich Gedanken gemacht, was Passagiere zur Müllvermeidung in der Luft tun können:

Gar nicht mehr fliegen? Geht das überhaupt? Was für viele eine extreme Einschränkung bedeuten würde, fällt Meike Lobo nicht schwer: "Ich fliege nicht mehr, weil mir die Klimakrise im Genick sitzt", schreibt sie, Fliegen sei für sie absolut optional. Wo die Autorin nun ihre freie Zeit am liebsten verbringt, erzählt sie hier:

Die Kreuzfahrtbranche wird häufig gescholten - und tatsächlich ist noch viel zu tun, ehe die schwimmenden Hotels als umweltfreundlich gelten können. Zero Emission hat sich die Branche immerhin für die Zukunft vorgenommen, und einige Reedereien machen sich mit neuen Hightech-Schiffen auf den Weg. Die Verwendung des Flüssigerdgas LNG ist ein erster Schritt, die nächsten müssten wohl der Einsatz von Brennstoffzellen oder Wasserstoff sein.

Die norwegische Hurtigruten hat gerade erst die "Roald Amundsen" in See stechen lassen - das Hybridschiff kann immerhin schon eine halbe Stunde batteriebetrieben fahren. Julia Stanek war an Bord:

Allerdings: Zu Hause ist es immer noch am... umweltfreundlichsten. Aber keine Panik, abenteuerlich kann es auch rund um Großstädte werden. Es kommt immer darauf an, wie man "Abenteuer" definiert. Und aufregend kann auch eine Nacht im Schlafsack irgendwo auf einer Wiese in der Pampa sein. Die Anhänger der Mikroabenteuer-Bewegung sind kreativ - und erzählen hier, worauf es ankommt.

Die lebenswerteste Stadt, die teuerste, die beliebteste - für vieles werden Ranglisten erstellt, auch für die nachhaltigsten Metropolen. Auf Platz eins bis sechs des Global Destination Sustainability Index 2019 liegen skandinavische Städte, darunter auch Kopenhagen auf Rang zwei. Die dänische Hauptstadt leidet wie Venedig, Lissabon und Barcelona inzwischen unter Overtourism, will dies aber mit der Nachhaltigkeitsstrategie "Tourism for good" bewältigen. Hier sind Kopenhagens grüne Highlights - nicht nur für Hipster.

Öko-Urlaub bedeutet Verzicht? Mitnichten. Baumhäuser in der Picardie, schwimmende Häuschen in der Region Franche-Comté, eine Design-Unterkunft in Amsterdam oder eine Finca in Andalusien - klingt das nach schlichten Hotels? In ihrem Bildband "Bon Voyage" hat Clara Le Fort mehr als 50 Unterkünfte versammelt unter dem Thema "Die schönsten Boutique-Hotels für bewusstes Reisen". Hier ist die Buchvorstellung.

Nachhaltig sein und Regionales bieten, darum bemühen sich auch Restaurants, Landwirte und Manufakturen. Im Norden Deutschland haben sich inzwischen viele zu dem Genussverein Feinheimisch zusammengetan. Antje Blinda und Anne Martin haben den Vorsitzenden, den Restaurantchef Oliver Ferla, und den Rosenmarmeladen-Hersteller Sven Jacobsen getroffen :

abl
Die Wiedergabe wurde unterbrochen.