Himalaja Nepal gibt fünf Achttausender-Nebengipfel zur Besteigung frei

Im Himalaja können sich Bergsteiger wohl schon ab Herbst an neue Abenteuer wagen: Fünf Gipfelpunkte über 8400 Meter Höhe werden dann für kommerzielle Expeditionen zugänglich sein. Erstbegehungen sind dort allerdings nicht mehr möglich.

Everest-Region in Nepal: Hier sind zwei Nebengipfel des Lhotse nun zugänglich
AFP

Everest-Region in Nepal: Hier sind zwei Nebengipfel des Lhotse nun zugänglich


Katmandu - Nepal wird im kommenden Jahr fünf weitere Gipfel über 8000 Meter Höhe zur Besteigung freigeben. Bergsteiger dürften vom Beginn der nächsten Saison an Punkte in der Region des Kangchendzönga und des Mount Everest besteigen, die bislang nur mit Ausnahmegenehmigung zugänglich waren, sagte ein Vertreter des Tourismusministeriums in Katmandu der Nachrichtenagentur AFP. Bisher durften Bergsteiger in dem Himalaja-Staat auf acht Gipfel über 8000 Meter, darunter der Mount Everest, mit 8848 Metern der höchste Berg der Welt.

Bei den Gipfeln, die freigegeben werden sollen, sobald die Internationale Union der Alpinismusvereinigungen (UIAA) ihre Zustimmung gegeben hat, handelt es sich um den Lhotse Middle, den Lhotse Shar, den Kangchendzönga South, den Kangchendzönga Central und den Kangchendzönga West. Alle sind mehr als 8400 Meter hoch, werden aber nicht zu den 14 Achttausendern der Erde gezählt, weil sie nicht als selbständige Berge gelten.

Der Lhotse Middle wurde erstmals 2001 von einer russischen Expedition bestiegen, die anderen vier Gipfelpunkte wurden bereits in den siebziger Jahren erreicht. Insgesamt sind in Nepal mehr als 300 Gipfel offen zur Besteigung. Bergtourismus ist eine wichtige Einkommensquelle für den Staat, der zu den ärmsten Ländern der Welt zählt.

sto/AFP



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