Regierungskommission Nepal untersucht Todesfälle am Mount Everest

Elf Bergsteiger kamen in dieser Saison am Mount Everest ums Leben, neun davon auf nepalesischer Seite. Kritisiert wurde ein gefährlicher Massenandrang am Gipfel. Die Regierung lässt die Todesfälle untersuchen.

Stau am Gipfel des Mount Everest am 22. Mai: Zu viele Bergsteiger in gefährlicher Höhe
AP/Rizza Alee

Stau am Gipfel des Mount Everest am 22. Mai: Zu viele Bergsteiger in gefährlicher Höhe


Nepals Regierung will aus den jüngsten Todesfällen am Mount Everest lernen. Der Premierminister des Himalaja-Staates, Khadga Prasad Sharma Oli, setzte am Donnerstag eine fünfköpfige Kommission ein. Sie solle die bestehenden Gesetze und Richtlinien für die Besteigung des höchsten Berges der Welt überprüfen und, wo nötig, Änderungen empfehlen, sagte der Generaldirektor der Tourismusbehörde, Dandu Raj Sharma.

An dem 8848 Meter hohen Gipfel sind in diesem Jahr schon elf Kletterer ums Leben gekommen. Neun von ihnen waren von der nepalesischen, zwei von der chinesischen Seite aufgestiegen.

Es hatte Kritik gegeben, dass Nepal viel zu viele Genehmigungen erteilt habe und dass zu viele unerfahrene Bergsteiger den Aufstieg wagten. Fotos zeigten, wie sich im Mai am Gipfelgrat die Bergsteiger zeitweilig stauten. Die Klettersaison mit geeigneten Wetterbedingungen im April und Mai ist sehr kurz.

Seit der Erstbesteigung 1953 haben mehr als 5000 Männer und Frauen den Everest erklommen. Mehr als 300 kamen dabei ums Leben.

abl/dpa

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