Neue Sprungschanze Skifliegen am Stahlseil

Einmal wie Sven Hannawald als Skispringer durch die Lüfte segeln - eine Schanze in Thüringen macht's möglich. Selbst Anfänger kommen hier problemlos 150 Meter weit. Ganz authentisch ist die Flugübung am Seilzug jedoch nicht.


Frankfurt/Main - Im Wintersportort Steinach im südlichen Thüringer Wald können wagemutige Urlauber den neuen "Skiflyer" ausprobieren, wie die Thüringer Tourismus GmbH meldet. Auf der Anlage am Hochseilklettergarten bekommt jeder Springer zunächst die passenden Skier, einen Skisprunghelm, einen Sprunganzug und einen Sicherungsgurt verpasst. Nach den Sicherheitsanweisungen wird der Springer ins Sicherungsseil eingehängt, wie das Fremdenverkehrsamt weiter berichtet.

Schaltet die Signalampel auf Grün, fährt der Skisprung-Novize eine zehn Meter lange Anlaufspur hinunter und springt am Schanzentisch ab. Mit einem Sicherungsgurt, an drei Punkten gesichert und über eine Rolle an einem Stahlseil befestigt, "fliegt" er dann 150 Meter durch den Thüringer Himmel. So ganz authentisch ist das luftige Erlebnis allerdings nicht: Die als Weltneuheit angekündigte Attraktion erinnert an eine extralange Abenteuerspielplatz-Seilbahn, und aus "Sicherheitsgründen" ist laut Website keine Landung möglich - der Höhenflug endet mit einem Abseilmanöver.

Für satte 35 Euro bekommt jeder Springer eine Einführung in die Grundlagen des Skispringens und hat dann zwei Sprünge - einen Probe- und einen Wertungsdurchgang. Zur Belohnung gibt es eine Urkunde.

sto/ap



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