Neuseeland Motelbesitzer erteilt ganzem Dorf Hausverbot

Wainuiomataner müssen draußen bleiben: Ein Gastwirt in Neuseeland lässt keine Bewohner aus einem Dorf in der Nähe von Wellington in sein Motel - weil er sie unsympathisch findet. Selbst einem bekannten Politiker zeigte er die kalte Schulter.

Wellington - Wegen des rüpelhaften Verhaltens einiger Besucher hat der Besitzer eines Motels in Neuseeland gleich einem ganzen Dorf Hausverbot erteilt. Die 17.000 Einwohner des Örtchens Wainuiomata nahe der Hauptstadt Wellington seien nicht länger willkommen, erklärte am Mittwoch der Inhaber der Supreme Motor Lodge in Palmerston North, Steve Donnelly.

"In den vergangenen Jahren kamen von dort etwa hundert Leute, von denen fanden wir vielleicht einen nett", sagte Donelly der Zeitung "Dominion Post". Besonders Sportmannschaften aus dem Dorf sorgten nach seinen Angaben für Unruhe. "Das ist es einfach nicht wert."

Der ebenfalls von dem Hausverbot betroffene Parlamentsabgeordnete Trevor Mallard versuchte am Mittwoch trotzdem, in dem Motel ein Zimmer zu buchen. Doch er biss bei dem aus Schottland stammenden Manager Malcolm Glen auf Granit. "Als Schotte darf ich sowieso nicht wählen, mir ist das egal, Sie bleiben draußen", sagte er dem Abgeordneten.

sto/AFP
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