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31. Oktober 2012, 10:42 Uhr

Niederländische Coffeeshops

Neue Regierung schafft Hasch-Pass ab

Aus für den Hasch-Pass: Die niederländische Regierung wollte eigentlich den Drogentourismus eindämmen - und den Coffeeshops verbieten, Cannabis an ausländische Touristen zu verkaufen. Doch nun ist der Gesetzentwurf vom Tisch.

Den Haag - Die neue niederländische Regierung will den umstrittenen Hasch-Pass wieder abschaffen. Wer in Coffeeshops sogenannte weiche Drogen wie Haschisch kaufen will, muss sich nicht länger als Clubmitglied registrieren lassen, wie aus dem vorgestellten Koalitionsvertrag hervorgeht.

Der Hasch-Pass und ein Verkaufsverbot für Touristen gelten seit dem 1. Mai im den Provinzen Limburg, Brabant und Zeeland. Von 2013 an sollten die Regeln landesweit ausgedehnt werden. Polizei und Bürgermeister hatten seit der Einführung über eine deutliche Zunahme des illegalen Handels geklagt.

Den Plan der neuen Regierung begrüßten die Bürgermeister. "Das ist eine gute Lösung", sagte Onno Hoes aus Maastricht im niederländischen Radio. Coffeeshop-Besitzer klagten allerdings darüber, dass Kunden nach wie vor nachweisen sollen, dass sie in den Niederlanden wohnen. "Das ist undeutlich und widersprüchlich", kritisierte der Sprecher des Bundes der Cannabis-Einzelhändler, Michael Veling.

Vor allem Amsterdam lehnt ein Verkaufsverbot für Touristen strikt ab. Die neue sozial-liberale Koalition sicherte den Kommunen jetzt allerdings Spielraum für "lokale Maßarbeit" zu.

Anmerkung der Redaktion: In einer früheren Version dieses Artikels hieß es, Touristen könnten wieder Drogen in niederländischen Coffeeshops erwerben. Das ist nicht korrekt. Wir bitten, den Fehler zu entschuldigen.

dkr/dpa

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