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Sturm vor Norwegens Küste Kreuzfahrtschiff und Frachter in Seenot

Vor der norwegischen Küste sind ein Kreuzfahrtschiff und ein Frachter bei Sturm in Seenot geraten. Passagiere und Besatzung werden mit Hubschraubern an Land gebracht, die Evakuierung dauert an.

Ein Kreuzfahrtschiff mit etwa 1300 Passagieren an Bord ist vor der norwegischen Küste in Seenot geraten. Das Schiff habe ein Motorproblem, weshalb es evakuiert werden müsse, teilte die Polizei der norwegischen Provinz Møre og Romsdal auf Twitter mit.

Der südnorwegische Rettungsdienst erklärte, das Schiff habe wegen Antriebsproblemen bei widrigen Wetterbedingungen einen Notruf abgesetzt und sei vorübergehend in Richtung Küste getrieben. Mittlerweile habe es geankert. die "Viking Sky" habe nur noch einen funktionierenden Motor, und der Wind sei "ziemlich stark", sagte der Einsatzleiter Tor Andre Franck der Nachrichtenagentur AFP.

Nach Polizeiangaben sollen alle Passagiere an Land gebracht werden. Bis 21 Uhr war es einem Sprecher zufolge gelungen, 136 Menschen von Bord zu holen. Der Einsatz werde die ganze Nacht fortgesetzt

Nach Angaben der Rettungskräfte waren fünf Hubschrauber im Einsatz, die jeweils 15 bis 20 Menschen transportieren können. "Das wird dauern, bis alle evakuiert sind", sagte Franck. Sämtliche Such- und Rettungsteams der Region seien mobilisiert worden, darunter auch 60 Freiwillige vom Roten Kreuz.

An Bord des Schiffes spielen sich unglaubliche Szenen ab, die Passagiere per Twitter ins Netz stellten. Viele mussten offenbar in Schwimmwesten ausharren und auf Rettung warten. Das Schiff wird von hohen Wellen durchgeschüttelt, Möbel rutschen durch die Räume, vieles fliegt umher.

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Am Küstenabschnitt Hustadvika bei Romsdal gab es schon mehrere Schiffsunglücke. Ein Motorschaden sei dort für ein Schiff "gefährlich", weil es unter Wasser viele Riffe gebe, sagte Franck. Die "Viking Sky" war auf dem Weg von Tromsö in Nordnorwegen nach Stavanger im Süden.

Bisher sei das Schiff "stabil", sagte eine Sprecherin der Rettungskräfte. "Es hat den Anker ausgeworfen, und einer der Motoren ist in Betrieb." Nach Angaben der Rettungskräfte gibt es bisher nur einen Leichtverletzten. Bisher sei die Rettungsaktion gut verlaufen, sagte ein anderer Sprecher dem nordwegischen Sender NRK.

Weiteres Schiff in Not

Nahe der "Vikings Sky" ist mittlerweile ein weiteres Schiff in Not geraten. Wie die Polizei der norwegischen Provinz Møre og Romsdal auf Twitter mitteilte, habe der Frachter ebenfalls Probleme mit den Motoren.

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Das Schiff liege vor Anker. Die neunköpfige Besatzung sei mit einem Hubschrauber evakuiert worden, heißt es in dem Tweet.

asc/dpa/Reuters/AFP
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