Nürnberg Rauch im Cockpit zwingt Flugzeug zur Umkehr

Einen doppelten Schrecken erlebten die Passagiere der Cirrus Airlines: Kurz nach dem Abheben vom Nürnberger Flughafen entdeckte die Crew Rauch im Cockpit und drehte um. Beim Landen auf dem Startflughafen schoss der Jet über die Landebahn hinaus.


Nürnberg – Das voll besetzte Flugzeug kam erst auf der angrenzenden Wiese zum Stillstand. Die 49 Passagiere und drei Besatzungsmitglieder an Bord seien mit dem Schrecken davon gekommen, sagte Flughafensprecher Reto Manitz. Sie hätten das Flugzeug über die normale Treppe verlassen können.

Cirrus-Flugzeug auf der Wiese: Die Embraer ERJ 145 schoss über die Landebahn hinaus
DPA

Cirrus-Flugzeug auf der Wiese: Die Embraer ERJ 145 schoss über die Landebahn hinaus

Die Maschine der Mannheimer Cirrus Airlines war im Auftrag der Fluggesellschaft Swiss im Linienverkehr von Nürnberg nach Zürich unterwegs gewesen. Kurz nach dem Start um 8.24 Uhr meldete der Pilot Probleme und kehrte um. Eine Viertelstunde später geriet das Flugzeug bei der Landung auf dem Flughafen Nürnberg seitlich von der Landebahn ab.

Zu den Gründen für den Rauch im Cockpit lägen noch keine Angaben vor, sagte Cirrus-Sprecherin Svea Hirchert. Auch die Umstände der Landung seien noch nicht geklärt. Feuerwehr und Rotes Kreuz mussten nicht eingreifen. Die betroffenen Fluggäste mussten die Reise mit anderen Verkehrsmitteln fortsetzen. Der Flughafen wurde für rund eine Stunde gesperrt.

Das deutsche Bundesamt für Luftfahrt hat laut der Cirrus-Sprecherin eine Untersuchung eingeleitet. Bei dem Flugzeug handelt es sich den Angaben zufolge um ein 50-sitziges Regionalflugzeug des brasilianischen Flugzeugbauers Embraer vom Typ ERJ 145. Die knapp 30 Meter lange Maschine wird von zwei Düsentriebwerken angetrieben.

abl/dpa/AP



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