Österreich Fünf Wintersportler sterben in Lawinen

Schwere Lawinenunglücke in Österreich haben fünf Menschen das Leben gekostet. In Tirol, im Kleinwalsertal und in der Nähe von Salzburg wurden die Wintersportler Opfer der Schneemassen. Unter den Toten sind auch zwei Deutsche. In Bayern starb ein britischer Soldat.


Wien - Bei mehreren Lawinenunglücken in Österreich sind am Donnerstag fünf Menschen ums Leben gekommen, darunter zwei Wintersportler aus Deutschland. Im Zillertal in Tirol starb eine Tourengeherin aus Bayern und im Kleinwalsertal verunglückte ein Snowboardfahrer aus Baden-Württemberg, wie die österreichische Bergrettung mitteilte. Allein seit Wochenbeginn starben damit acht Wintersportler bei Lawinenabgängen in den österreichischen Alpen.

Die im Zillertal verunglückte Tourengeherin wurde laut der österreichischen Nachrichtenagentur APA beim Aufstieg auf einen Gipfel in Begleitung ihres Freundes von der Lawine überrascht. Der Mann konnte sich nach Stunden selbst aus den Schneemassen befreien, für die Frau kam die Hilfe zu spät. Der im Kleinwalsertal im Vorarlberg verunglückte 22-jährige Snowboarder war 600 Meter weit von einer Lawine mitgerissen worden. Er wurde von den Rettungskräften bewusstlos befreit, verstarb aber wenig später im Krankenhaus in Feldkirch. Bereits am Mittwoch waren ebenfalls in Vorarlberg zwei Jugendliche aus dem bayerischen Lindau bei einem Lawinenabgang ums Leben gekommen.

In der Nähe von Salzburg wurden zwei Snowboarder aus Österreich von einem Schneebrett erfasst, als sie abseits der gesicherten Pisten unterwegs waren. Sie seien unter einer nur 30 Zentimeter dicken Schneedecke erstickt, teilte die Bergrettung mit. In Oberösterreich verunglückte eine 29-jährige Österreicherin beim Skiwandern bei einem Lawinenabgang. Am Dienstag war ein Skilehrer in Sankt Anton in Tirol verschüttet worden.

In den bayerischen Alpen verunglückte am Donnerstag ein britischer Soldat in einer Lawine. Wie das britische Verteidigungsministerium mitteilte, wurde der Mann in der Nähe von Oberstdorf von einem Schneebrett erfasst und getötet. Anders als zwei seiner Begleiter hätten ihn die Rettungskräfte nicht schnell genug finden können.

In den Alpen herrschte in höheren Lagen in den vergangenen Tagen teilweise erhebliche Lawinengefahr. Experten warnten, dass schon geringe Belastungen eine Lawine auslösen könnten.

luk/sto/AFP



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