Österreich Jährlich sterben mehr als 100 Menschen in den Bergen

Oft sind Fehleinschätzungen der eigenen Fitness schuld: Rund 120 Menschen sterben jährlich in den österreichischen Bergen, Tausende erleiden Verletzungen. Dabei könnten viele der Unfälle mit etwas weniger Leichtsinn verhindert werden.


Wien - Häufig unterschätzen Abenteuerlustige die Risiken beim Bergwandern und Bergsteigen. Alljährlich kommen dabei allein in den österreichischen Alpen rund 120 Menschen ums Leben. Die meisten Unfälle könnten verhindert werden, wenn sich die Wanderer und Kraxler an entsprechende Sicherheitsregeln halten würden. Entscheidend seien ausreichende Fitness, gute Planung und Ausrüstung, so die Experten vom österreichischen Kuratorium für Verkehrssicherheit (KfV).

Allein im Jahr 2005 wurden bei Bergunfällen mit Touristen in Österreich 7200 Menschen so schwer verletzt, dass sie im Krankenhaus behandelt werden mussten, berichtete der zuständige KfV-Referent, Rupert Kisser, heute in Wien. Zwölf Prozent der Betroffenen erlitten Kopfverletzungen, 44 Prozent mussten mit Knochenbrüchen behandelt werden.

Nach den Ermittlungen der Behörde waren 40 Prozent aller Todesfälle am Berg auf die Fehleinschätzung der eigenen Fitness und Herzversagen zurückzuführen. "Bei einem Alter über 50, Übergewicht, unregelmäßiger körperlicher Tätigkeit, Diabetes oder bekannten Herzproblemen ist große Vorsicht geboten", warnte Kisser. Grundsätzlich solle man eine Route sorgfältig planen, niemals alleine auf den Berg gehen und die nötige Ausrüstung mitnehmen.

sto/gms



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