Österreich Mautgebühren für schwere Wohnmobile stark erhöht

Für Fahrer von schweren Wohnmobilen ist Österreich ein teures Pflaster geworden. Auf Grund einer neuen Tarifzuordnung sind die Mautgebühren insbesondere für die Fahrt über den Brenner erheblich angehoben worden.


Mautstelle an der Tauernautobahn
DDP

Mautstelle an der Tauernautobahn

München - Nach Angaben des ADAC vom Dienstag in München müssen Wohnmobilisten, deren Fahrzeug die zulässige Gesamtmasse von 3,5 Tonnen überschreitet, ab sofort für die Fahrt durch den Arlbergtunnel, auf der Brenner-, Tauern- und Pyhrnautobahn sowie durch den Karawankentunnel (in Nord-Süd-Richtung) wesentlich höhere Mautgebühren zahlen.

Zugelangt wird vor allem am Brenner, wo die einfache Fahrt jetzt nahezu viermal so teuer ist wie bisher. Der Grund ist, dass alle Fahrzeuge über 3,5 Tonnen auf diesen Altmaut-Strecken den nächsthöheren Fahrzeugkategorien zugeordnet wurden. Bisher musste für Wohnmobile über 3,5 Tonnen die gleiche Maut entrichtet werden wie für Autos, wenn sie als "So-Kfz. Wohnmobil" im Fahrzeugschein eingetragen waren.

Die Umstellung bringt für schwere Wohnmobile nach ADAC-Angaben folgende neuen Gebühren (in Klammern die alten, den Pkw angeglichenen Preise):

  • Brennerautobahn 31 Euro (7,95 Euro)
  • Tauernautobahn 16 Euro (10)
  • Arlbergtunnel 16 Euro (9)
  • Pyhrnautobahn und Gleinalmtunnel 11,50 Euro (7,95)
  • Bosrucktunnel 8 Euro (5)
  • Karawankentunnel 10,50 Euro (6,50)

Die neue Tarifzuordnung auf diesen Mautstrecken sei notwendig geworden, weil spätestens am 1. Januar 2004 die fahrleistungsabhängige Maut für alle Kraftfahrzeuge mit einer höchstzulässigen Gesamtmasse von über 3,5 Tonnen eingeführt werde, begründete die Autobahnen- und Schnellstraßen-Finanzierungs-Aktiengesellschaft in Österreich die neuen Preise.



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