Ohne Passkontrolle Zentralamerika öffnet Grenzen

Zentralamerika rückt zusammen: Zwischen Guatemala, El Salvador, Honduras und Nicaragua gibt es keine Passkontrollen mehr. Die Tourismusindustrie der Länder erwartet dieses Jahr knapp 90.000 deutsche Urlauber.

San Pedro Sula – Zentralamerika vereinfacht die Bedingungen für Reisende. Vier der sieben Länder in der Region haben die Passkontrollen untereinander abgeschafft und damit einen freien regionalen Reisemarkt geschaffen. Es handelt sich um Guatemala, El Salvador, Honduras und Nicaragua. "Das bringt der Region in aller Welt Pluspunkte", sagte Angela San Miguel, Präsidentin der Zentralamerikanischen Tourismusvereinigung CATA, zum Abschluss des Zentralamerika-Reisemarktes (CATM) in San Pedro Sula in Honduras.

Deutschlands Botschafter in Honduras, Paul Resch, hofft, "dass bald auch Belize, Panama und Costa Rica sich diesen vier Ländern anschließen". Die Politik offener Grenzen sei ein großer Fortschritt für die Region und die Touristen.

Zentralamerika erwartet für das Jahr 2006 "im Schnitt ein Touristenplus von etwa 16 Prozent und zusammen erstmals sieben Millionen Gäste", sagte San Miguel. Auch das Interesse in Deutschland wächst: Im Jahr 2005 besuchten 86.612 Touristen mit deutschem Pass die Mayastätten, Kolonialstädte und Strände der Region. Das waren fast 2000 Touristen mehr als im Jahr 2004. Im laufenden Jahr dürften es 90.000 Urlauber aus Deutschland sein, schätzt San Miguel.

Der Präsident der Arbeitsgemeinschaft Lateinamerika in Deutschland, Andreas Gross, sagte vor CATM-Beginn: "Die "Sieben Zwerge" Zentralamerikas haben umgesetzt, wovon Tourismusverantwortliche seit Jahren träumen: die gemeinsame touristische Vermarktung einer gesamten Region." Die sieben Länder werben seit vier Jahren als Region unter dem Motto "Centroamérica - tan pequena...tan grande" (Zentralamerika - so klein und doch so groß). Auf dem CATM 2006 präsentierten sich gut 140 Unternehmen aus der Region den etwa 240 Einkäufern aus Europa, Asien und Amerika.

Sto/gms

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