Online-Buchung mit Haken Germanwings muss in Italien Strafe zahlen

Immer noch können Kunden bei Online-Buchungen auf versteckte Gebühren stoßen: Italiens Kartellamt hat vier Fluglinien wegen mangelnder Transparenz zu Bußgeldern verdonnert, darunter auch die Lufthansa-Tochter Germanwings.


Rom/Frankfurt - Das italienische Kartellamt hat gegen Germanwings und drei weitere Fluggesellschaften wegen unzureichender Transparenz bei den Online-Buchungen insgesamt 285.000 Euro Strafe verhängt. So muss der Lufthansa-Billigflieger 35.000 Euro dafür zahlen, dass bei einer Online-Buchung per Kreditkarte ein Aufschlag für das Ticket fällig wird, der in der Werbung bei den Flugpreisen nicht angegeben wurde.

Ein Sprecher der Airline bestätigte am Donnerstag die Höhe der Strafe. "Ja, wir haben einen entsprechenden Bußgeldbescheid bekommen und arbeiten an der Lösung", sagte er. Der Aufschlag für die Zahlung per Kreditkarte sei nicht den Vorgaben entsprechend ausgewiesen worden. Das solle nun "so schnell wie möglich" geändert werden. Die 35.000 Euro Strafe werde aller Voraussicht nach akzeptiert.

Wie italienische Medien weiter berichteten, kam Germanwings noch vergleichsweise günstig davon: Höhere Strafen berappen müssten Alitalia (80.000 Euro) sowie Blu Express (75.000 Euro) und Air Italy (55.000 Euro).

Germanwings sei außerdem noch mit 15.000 Euro belegt worden, weil die Gesellschaft Tarif- oder Transportbedingungen im Netz nur auf Englisch veröffentlicht habe. Der Germanwings-Sprecher bestätigte auch diese Angaben und kündigte Nachbesserungen an.

Bei Alitalia machte der Verstoß gegen das Gebot, Kleingedrucktes nicht nur auf Englisch auszuweisen, zusätzliche 25.000 Euro aus. Verbraucherschützer begrüßten die Strafen.

abl/dpa



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