Feinstaubalarm Paris hebt Ticketpflicht für Nahverkehr auf

In Paris dürfen Einheimische und Touristen während der kommenden Tage kostenlos Metro und Busse nutzen. Auch städtische Fahrräder und Elektroautos stehen teils frei zur Verfügung. Der Anlass für die Großzügigkeit ist die hohe Luftverschmutzung in Frankreichs Hauptstadt.

Champs-Élysées in Paris: Autos am besten stehen lassen
AFP

Champs-Élysées in Paris: Autos am besten stehen lassen


Paris - Touristen dürfen in Frankreichs Hauptstadt am Wochenende guten Gewissens schwarzfahren: Der öffentliche Nahverkehr ist von Freitag bis Sonntag kostenlos nutzbar. Neben der Metro mit ihren mehr als 300 Stationen und den 59 Buslinien in der Stadt stehen Besuchern und Einheimischen aber auch städtische Fahrräder und Elektroautos bis auf Weiteres teils umsonst zur Verfügung, wie die Stadtverwaltung ankündigte.

Laut der zuständigen Behörde dienen die Maßnahmen dazu, die derzeit "bedeutenden Risiken für die Gesundheit" in der Stadt durch die hohe Luftverschmutzung zu mindern. Im Großraum Paris werden die zulässigen Höchstwerte für die zum Teil krebserregenden Feinstaubpartikel seit Tagen überschritten.

Ein Hochdruckgebiet mit vergleichsweise kühlen Nächten und warmen Temperaturen am Tag sorgt für einen geringeren Austausch der Luftschichten als sonst. Die schädlichen Partikel werden nicht verteilt, sondern an Ort und Stelle gehalten. Betroffen sind auch weitere Städte und Gemeinden in Frankreich. So sind beispielsweise auch in Lyon die Werte dramatisch erhöht.

Die Behörden wiesen alle Bewohner des Großraums Paris an, Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor möglichst nicht zu nutzen. Auf zahlreichen Straßen gelten mittlerweile besondere Geschwindigkeitsbegrenzungen, um den Abgasausstoß einzuschränken.

emt/dpa/AFP

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