Kampf den Kippen Paris verbietet das Rauchen in Dutzenden Grünanlagen

Rauchend durch den Park spazieren - das ist in Paris künftig verboten, zumindest in 52 ausgewählten Grünanlagen. Wer dort mit Zigarette erwischt wird, muss Strafe zahlen.
Raucher in Paris: Verbot gilt künftig in zehn Prozent der Pariser Grünflächen

Raucher in Paris: Verbot gilt künftig in zehn Prozent der Pariser Grünflächen

Foto: Jean Marc Romain/ Getty Images

Frankreichs Hauptstadt sagt den Kippen den Kampf an: Ab dem 8. Juni darf in insgesamt 52 Parks und Gärten von Paris nicht mehr geraucht werden. Nach der versuchsweisen Einführung von sechs Nichtraucherparks im vergangenen Juli werde die Maßnahme auf 46 weitere Grünflächen ausgeweitet, teilte die Stadtverwaltung anlässlich des Weltnichtrauchertags mit. Damit gelte künftig in zehn Prozent der Pariser Grünflächen Rauchverbot.

Zu den neuen kippenfreien Zonen zählt künftig auch der 8,7 Hektar große Georges-Brassens-Park im 15. Arrondissement. Ansonsten handelt es sich laut der französischen Tageszeitung "Le Monde" vor allem um kleinere Grünanlangen in fast allen Bezirken zwischen Zentrum und Stadtrand. (Im Bericht findet sich eine Liste  aller betroffenen Grünflächen).

In den ersten Wochen würden Angestellte der Stadtverwaltung die Parkbesucher zunächst auf die neue Regelung hinweisen, hieß es in der Erklärung weiter. Auch Hinweisschilder sollen aufgestellt werden. Ab Anfang Juli könne dann eine Geldbuße von 38 Euro erhoben werden - wie bereits seit 2015 auf den 500 Kinderspielplätzen in den Parks der Stadt.

In den sechs schon jetzt bestehenden Nichtraucherparks ging die Zahl der Raucher und damit der weggeworfenen Zigarettenstummel laut der Erklärung deutlich zurück. Im vergangenen Februar hatte die Stadt zudem für die Einrichtung von 19 kippenfreien Straßen gestimmt.

Autofreie Zonen am Eiffelturm und an der Seine

Paris befindet sich stadtplanerisch derzeit in einer Umbauphase. Bürgermeisterin Anne Hidalgo und ihr Vorgänger hatten bereits in weiten Teilen der Innenstadt die Seine-Uferstraßen für den Verkehr sperren lassen, was vor allem bei Bewohnern des Umlands auf Protest stößt. Andere Verkehrsachsen werden derzeit für Fahrradfahrer umgebaut.

Erst vorige Woche hatte Paris außerdem bekannt gegeben, die Umgebung des Eiffelturms in eine grüne Oase verwandeln zu wollen. Bis zu den Olympischen Sommerspielen 2024 soll rund um die Sehenswürdigkeit eine begrünte autofreie Zone entstehen, kündigte Bürgermeisterin Anne Hidalgo an. Ihr Versprechen: "Wir werden einen außergewöhnlichen Garten schaffen, um den Gesang der Vögel wieder zu hören." Ob Raucher in den neuen Gärten unter dem Eiffelturm ihre Zigaretten werden anzünden dürfen? Das ist noch unklar.

jus/dpa