Parkverbot in Tempelhof Drei Flugzeuge müssen abgeschleppt werden

Der letzte Linienflieger von Berlin-Tempelhof ist längst gestartet, doch mehrere Maschinen stehen noch auf dem Rollfeld des Flughafens - die Besitzer haben sie nicht fristgerecht entfernt. Jetzt sollen Tieflader das Problem lösen.

Berlin - Nach dem endgültigen Aus für den Flughafen Berlin-Tempelhof befinden sich noch drei Maschinen auf dem Rollfeld. Ihre Besitzer hatten am Donnerstag die letzte Gelegenheit zum Abflug versäumt. Wie ein Sprecher der Berliner Flughäfen am Freitag mitteilte, müssen die beiden Antonov-Doppeldecker und die Cessna vermutlich per Tieflader abtransportiert werden. Einen Termin dafür gebe es aber noch nicht.

Flughafensprecher Ralf Kunkel sprach von einer "Provokation". Allen Eignern und Piloten sei seit langem die Beendigung des Flugbetriebs zum 31. Oktober bekannt gewesen. Auch vermeintliche Wettereinflüsse könnten nicht als Entschuldigung herhalten. Er verwies darauf, dass sämtliche Flugzeuge, die sich ab Freitag in Tempelhof befinden, auf eigene Kosten und "ohne Ausnahmegenehmigung" entfernt werden müssten.

Zum letzten regulären Linienflug hatte am Donnerstag um 22.17 Uhr eine Dornier 328 der Cirrus Airlines nach Mannheim abgehoben - mit fast einer halben Stunde Verspätung, denn ohne Erinnerungsfoto mochte kaum einer der 31 Passagiere einsteigen.

Das denkmalgeschützte Tempelhofer Areal soll künftig als Themenpark für Luft- und Raumfahrt, als Freizeitanlage und als Medienstandort genutzt werden. Am Rand des Geländes ist die Entwicklung von fünf neuen Stadtquartieren geplant.

Der Betrieb auf dem ältesten Verkehrsflughafen der Welt war in der Nacht nach 85 Jahren eingestellt worden. 38 frühere Mitarbeiter und neun Feuerwehrleute sollen jedoch auch weiter dort arbeiten. Unter anderem werden weiterhin Führungen angeboten.

sto/dpa/ddp