Peinliche Verspätung Zug bleibt auf neuer Schnellstrecke stehen

Eine empfindliche Panne hat heute die Feiern der Bahn zur Inbetriebnahme ihrer neuen Schnellverbindung Hamburg-Berlin getrübt: Ein regulärer ICE Richtung Berlin blieb auf der Strecke stehen. Die Passagiere mussten in einen anderen Zug wechseln und erreichten Berlin mit mehr als 70 Minuten Verspätung.


ICE der Deutschen Bahn: Peinliche Panne gleich nach der Jungfernfahrt
DPA

ICE der Deutschen Bahn: Peinliche Panne gleich nach der Jungfernfahrt

Berlin - Während Bahnchef Hartmut Mehdorn in 90 Minuten auf der neuen ICE-Trasse am Sonntag von Hamburg nach Berlin reiste, hatten gewöhnliche Bahnpassagiere weniger Glück. Der planmäßige ICE 1519 nach Berlin, der um 10.40 Uhr nahezu zeitgleich mit dem offiziellen Einweihungs-ICE im Hamburger Hauptbahnhof losfuhr, erreichte sein Ziel nicht. Die Fahrgäste mussten auf dem Bahnhof Ludwigslust den Zug verlassen und konnten ihre Fahrt erst mit 70-minütiger Verspätung in einem nachfolgenden EuroCity fortsetzen.

Die Strecke war wegen des Schadens in der Nähe von Ludwigslust in Mecklenburg noch am Nachmittag nur eingleisig befahrbar, was den Fahrplan schon am ersten Tag seines Inkrafttretens vorübergehend zur Makulatur machte. Allerdings blieb es anschließend nach Angaben des für den Fahrweg zuständigen Sprechers Martin Walden bei Verspätungen von fünf Minuten. Die Bahn hoffte, am späten Nachmittag wieder fahrplanmäßig fahren zu können. Die verspäteten Fahrgäste wurden mit einer 20-Prozent-Rabattgutschrift entschädigt.



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